Seit dem 10. Juli muss sich eine 38-Jährige wegen Totschlags vor dem Landgericht Mannheim verantworten. Sie soll im Herbst 2024 ihre 51-jährige Mitbewohnerin im Streit getötet haben. Die Angeklagte hat am Donnerstag im Prozess eingeräumt, dass sie für den Tod der Frau verantwortlich sei. Das teilte ein Gerichtssprecher dem SWR mit.
Prozess in Mannheim: Das fordern Staatsanwaltschaft und Verteidigung
Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von elf Jahren und sechs Monaten wegen Totschlags. Die Verteidigung der 38-Jährigen plädierte hingegen auf Körperverletzung mit Todesfolge. Die Freiheitsstrafe solle nicht über sieben Jahre hinaus gehen.
Für den mitangeklagten Mann, der bei der Vertuschung der Tat geholfen haben soll, forderte die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten wegen versuchter Strafvereitelung. Die Verteidigung beantragte einen Freispruch.
Entscheidung am 19. September erwartet
Die 38-jährige Angeklagte soll im Oktober vergangenen Jahres ihre 51-jährige Mitbewohnerin im Streit mit einer Metallvase angegriffen haben. Dann soll sie auf die am Boden liegende Frau eingetreten haben oder sogar auf sie gesprungen sein. Die 51-Jährige starb schließlich laut Anklage an schweren inneren Verletzungen. Anschließend soll die Angeklagte mit Hilfe ihres Freundes die Wohnung gereinigt und die Leiche in der Nähe der Pferderennbahn in Mannheim-Seckenheim abgelegt haben. Eine Entscheidung wird am 19. September erwartet.