Einsatzkräfte der Feuerwehr haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag bei Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) in einem Waldgebiet in der Nähe der Birkenauer Talstraße vier junge Menschen im Alter zwischen 17 und 21 Jahren von einer Eisenbahnbrücke gerettet, die sich dort verlaufen hatten. Die Einsatzkräfte setzten dabei auch eine Drehleiter ein. Auf SWR-Anfrage hat die Polizei am Montag bekannt gegeben, dass es sich um eine Gruppe aus Rheinland-Pfalz handelte, die zum Wandern auf dem anspruchsvollen Gelände unterwegs war.
Feuerwehr: Trotz Navigations-Apps kein Einzelfall
Die Wanderer hatten mutmaßlich versucht, sich zunächst an der Weschnitz zu orientieren. Da sie den Fluss aber nicht durchqueren konnten, orientierten sie sich dann an der Eisenbahntrasse und wanderten auf ihr weiter. Laut Feuerwehr war aber ein Abstieg von dort wegen der Geländeverhältnisse nicht mehr möglich. Angehörige und Polizei leiteten die Wanderer dann auf die Eisenbahnbrücke, von der sie schließlich gerettet wurden.
Laut Claus Schmitt von der Feuerwehr Weinheim kein Einzelfall: "Wir hatten schon Kinder, die sich verlaufen haben und Wanderer. Trotz der fortgeschrittenen Technik passiert das doch immer wieder."
Wald bei Weinheim im Dunkeln gefährlich
Die Feuerwehr rät dringend davon ab, das Waldstück bei der Birkenauer Talstraße nach Einbruch der Dunkelheit zu betreten. Dabei seien Beschilderung und Wegführung weniger problematisch. Doch in der Dunkelheit könnten Wanderer sie nicht mehr deutlich erkennen. Die Polizei betonte gegenüber dem SWR, dass es besonders für Ortsfremde gefährlich werden könne, da ein Teil des Geländes nur durch Klettern überwindbar sei. Für sie, so die Polizei, sei es der erste Einsatz dieser Art gewesen.