Das Rhein-Neckar Fernsehen, kurz RNF, steht vor dem Aus. Wie der private Sender am Mittwochabend mitteilte, müsse man bis Freitag eine schnelle finanzielle Hilfe finden, andernfalls müsse der Sendebetrieb eingestellt werden.
Belegschaft des RNF hatte im Dezember Insolvenz angemeldet
Seit Anfang Dezember befindet sich RNF in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Dieses Verfahren hatte die Belegschaft nach dem Tod des geschäftsführenden Gesellschafters, Joachim Schulz, beim Amtsgericht Mannheim angemeldet. Aktuell gebe es auch Aussicht auf einen möglichen neuen Investor. Um wen es sich handelt, will der Sender auf SWR-Anfrage noch nicht bekannt geben.
Bis dieser offiziell einsteigt, braucht das RNF akut Geld. Denn: Bis etwa Ende Januar müssten die Kosten zum Beispiel für den Mietvertrag der Büroräume übernommen werden. Schon nach der Fernsehsendung am Freitag drohe dem Sendebetrieb das Aus. Der Mannheimer Fachanwalt für Insolvenzrecht, Tobias Wahl, hat als sogenannter starker vorläufiger Insolvenzverwalter übernommen. Es habe sich gezeigt, dass die finanzielle Situation dramatisch sei: "Wir haben so gut wie kein Geld", sagt Wahl.
Das Rhein-Neckar Fernsehen produziert unter anderem die 30-minütige Regionalsendung "RNF Life" und ist eigenen Angaben zufolge der älteste private regionale Fernsehsender Deutschlands. Im kommenden Jahr würde der Sender 40-jähriges Bestehen feiern. Aktuell arbeiten dort insgesamt 21 Beschäftigte.