Von Anfang November bis Mitte Dezember wurde das Scan-Fahrzeug im Stadtteil Neckarstadt eingesetzt. Vier Mitarbeiter sind täglich mit ihm unterwegs gewesen. Getestet wurde etwa der Scan von ordnungswidrig parkenden Autos vor Ausfahrten oder in Kreuzungen. An einem Tag sind die dabei entdeckten Verstöße tatsächlich geahndet worden - 45 Ordnungswidrigkeiten konnten dabei festgestellt werden. Laut Stadt Mannheim sollen in einem möglichen Regelbetrieb zehn Mal so viele Falschparker am Tag erfasst werden.
Scan-Auto kommt - wenn die Gesetzeslage stimmt
Laut dem Mannheimer Bürgermeister Volker Proffen (CDU) wartet man in der Verwaltung nur noch auf ein ein Bundesgesetz, das den Einsatz des Fahrzeugs regele. Dann könne man den entsprechenden Auftrag ausschreiben. Man rechne noch in diesem Jahr mit dem Gesetz. Ziel des Einsatzes von Scan-Fahrzeugen sei es, "die Verkehrsdisziplin zu steigern", so Proffen. Ein Mannheimer Scan-Auto solle dann in Stadtteilen mit "hohem Parkdruck" eingesetzt werden.
Lehren aus Mannheimer Pilotprojekt
Während der Testphase sind laut dem Bürgermeister auch Schwachstellen der Scan-Autos aufgedeckt worden. So sei der Betrieb bei Dunkelheit noch ausbaufähig gewesen, zudem konnten nicht alle Kennzeichen richtig erfasst werden. Diese Fehler seien aber im laufenden Testbetrieb weitestgehend gelöst worden. Unklarheit herrsche noch bei der Erfassung von Behindertenausweisen - hier arbeite man aber ebenfalls an einem Lösungskonzept. Mitarbeiter sollen laut Angaben der Stadt nicht durch das Fahrzeug ersetzt werden.