Innenminister: Mann "gebührt Anerkennung und Dank"

Amokfahrer in Mannheim gestoppt: Taxifahrer erhält Rettungsmedaille des Landes

Der Taxifahrer Muhammad A. hat am Rosenmontag 2025 mit seinem Auto den Amokfahrer von Mannheim aufgehalten. Dafür erhält er bald die Rettungsmedaille des Landes Baden-Württemberg.

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Der Taxifahrer Muhammad A. erhält für sein Eingreifen bei der tödlichen Amokfahrt in Mannheim am Rosenmontag vergangenen Jahres die Rettungsmedaille des Landes Baden-Württemberg. Ein Sprecher des baden-württembergischen Innenministeriums bestätigte dem SWR am Freitag einen entsprechenden Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der Taxifahrer hatte den Amokfahrer am 3. März 2025 in der Mannheimer Innenstadt gestoppt, indem er dessen Auto mit seinem Taxi blockiert hatte.

Taxifahrer Muhammad A. neben seinem Taxi in Mannheim (Archivbild)
Taxifahrer Muhammad A. steht an seinem Taxi an der Stelle, wo er vor einem Jahr (3.3.2025) den Täter bei seiner Amokfahrt durch die Mannheimer Innenstadt stoppte. (Archivbild) picture alliance/dpa | Uwe Anspach

Taxifahrer in Mannheim "gebührt Annerkennung und Dank"

"Es ist dem Mut eines Einzelnen zu verdanken, dass nicht weitere Menschen verletzt oder getötet wurden", teilte Innenminister Thomas Strobl (CDU) mit. Der Taxifahrer habe das Fahrzeug des Täters selbstlos und "ohne zu zögern gestoppt und so andere Leben gerettet". Dafür, so Strobl, gebühre ihm Anerkennung und Dank. Der Termin für die Ehrung stehe allerdings noch nicht fest, so der Ministeriumssprecher, der werde "momentan abgestimmt".

Dankesurkunde für Taxifahrer beim Neujahrsempfang der Stadt

Die Rettungsmedaille kann laut Ministerium an Menschen verliehen werden, die unter besonders schwierigen, mit Gefahr für das eigene Leben verbundenen Umständen andere aus Lebensgefahr gerettet haben. Laut Ministerium wird die Ehrung rund fünfmal im Jahr verliehen. Der Mannheimer Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) hatte den Taxifahrer bereits im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Anfang Januar geehrt. Specht hatte Muhammad A. auf der Bühne im Kongresszentrum Rosengarten eine Dankesurkunde der Stadt überreicht.

Lebenslange Haft für Amokfahrer und Unterbringung in Psychiatrie

Bei der Amokfahrt in Mannheim am 3. März 2025 wurden zwei Menschen getötet und 14 weitere teils schwer verletzt. Der Täter, ein damals 40-jähriger Deutscher aus Ludwigshafen, hatte mit seinem Auto gezielt mehrere Passanten in der Fußgängerzone angefahren. Das Landgericht Mannheim verurteilte ihn unter anderem wegen zweifachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und ordnete die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

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Wolfgang Kessel
Wolfgang Kessel, Redakteur beim SWR in Mannheim

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