Beim Mannheimer Theresienkrankenhaus, das in den kommenden Monaten geschlossen werden soll, sind die Sozialplan-Verhandlungen für die betroffenen Beschäftigen beendet. Der Träger des Theresienkrankenhauses und des Diakonissenkrankenhauses (Diako), die BBT-Gruppe (Barmherzige Brüder Trier), teilte am Dienstag mit, 194 Personen müsse man in beiden Krankenhäusern betriebsdedingt kündigen - etwa die Hälfte davon arbeitete bis zuletzt im Theresienkrankenhaus.
Zahl der Kündigungen laut Träger "deutlich reduziert"
Die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen habe "im Zuge der Verhandlungen deutlich reduziert werden" können, so die BBT-Gruppe in einer Mitteilung. Zunächst war sie davon ausgegangen, 350 Vollzeitstellen streichen zu müssen. Schon Wochen nach Bekanntwerden der Schließungspläne hatten sich allerdings viele Beschäftigte selbst neue Jobs gesucht.
Theresienkrankenhaus: Beschäftigte am Dienstag informiert
Vertreter der BBT-Gruppe haben am Dienstag die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Kündigungen informiert. Der Träger wolle sie bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen unterstützen, heißt es in der Mitteilung. Für die übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe man eine Bestandsschutz-Regelung im Sozialplan vorgesehen. Das heißt: Die Jobs der verbleibenden Beschäftigen seien erstmal sicher, so eine Sprecherin der BBT-Gruppe. Im Theresienkrankenhaus und im Diako sind das laut BBT-Gruppe (abzüglich der gekündigten Personen) noch 2.026.
Träger begründet Schließung mit fehlender Wirtschaftlichkeit
Das Theresienkrankenhaus wird früher geschlossen als ursprünglich geplant, weil das "Brüderklinikum Julia Lanz" sich nach eigenen Angaben strategisch und medizinisch neu aufstellen will, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Zum "Brüderklinikum" gehören das Theresienkrankenhaus und das Diako.