Weniger betriebsbedingte Kündigungen als ursprünglich geplant

Nach Aus für Theresienkrankenhaus: Wie geht es mit der Notfallversorgung weiter?

Welche Auswirkungen hat die vorgezogene Schließung des Theresienkrankenhauses in Mannheim? Die BBT-Gruppe, der Träger des Krankenhauses, zeigt sich zuversichtlich.

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Im Zuge der vorgezogenen Schließung des Mannheimer Theresienkrankenhauses bis spätestens Ende 2027 geht es auch um die Frage, wie sich die Notfallversorgung in der Stadt verändern könnte. Darüber hat sich der Hauptausschuss des Mannheimer Gemeinderats am Donnerstag ausgetauscht.

Denn künftig wird es nicht mehr drei, sondern nur noch zwei Notaufnahmen in Mannheim geben - am Diakonissenkrankenhaus (kurz Diako) und am Uniklinikum Mannheim. Damit trotzdem alle Notfallpatienten versorgt werden können, soll die Ambulanz am Diako in den kommenden Monaten, zunächst übergangsweise, ausgebaut werden.

Mannheim

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Noch kein Bauantrag für Notaufnahme-Erweiterung gestellt

Am Dienstag (3. Februar) teilte Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) dem SWR mit, die BBT-Gruppe (der Träger des Theresienkrankenhauses und des Diako) habe für die Erweiterung der Notaufnahme am Diako bis jetzt noch keinen Bauantrag gestellt. Specht sagte, es liefen dazu auch Gespräche der BBT-Gruppe mit dem baden-württembergischen Sozialministerium. Darin geht es dem Vernehmen nach um eine mögliche finanzielle Unterstützung des Landes für den Ausbau. "Da tickt wirklich die Uhr; wir hoffen sehr, dass es da vorangeht", so Specht.

Ausbau der Notaufnahme am Diako - Welche Risiken gibt es?

In diesem Zusammenhang gebe es Risiken, so Boris Schumacher, der neue Ärztliche Direktor des Brüderklinikums Julia Lanz, zu dem das Theresienkrankenhaus gehört. "Verzögerungen im baulichen Bereich können auf uns zukommen." Auch die Liquidität sei in so einer Situation immer ein Risiko, so Schumacher. Neben betriebsbedingten Kündigungen gebe es außerdem auch Eigenkündigungen: "Da kann auch eine Dynamik entstehen, die eine gefährliche Untergrenze erreicht. Und dann auch den Betrieb gefährden kann."

Ulrike Heesemann von der BBT-Gruppe zeigte sich in der Ausschussitzung dennoch zuversichtlich. Als Regionalleiterin des Krankenhausträgers verantwortet sie alle Einrichtungen der BBT-Gruppe in Baden-Württemberg. Die Notaufnahme am Diako werde in Zukunft die etwa 47.000 Patienten pro Jahr versorgen können, so Heesemann.

Gesetzt ist auch, dass unsere Notaufnahme weiterhin die Kapazität von 47.000 Patienten - das ist genau die Zahl, die wir im letzten Jahr in Summe hatten - wird versorgen können.

Aus für Theresienkrankenhaus - weniger betriebsbedingte Kündigungen als geplant

Aufgrund von wirtschaftlichen Zwängen hatte die BBT-Gruppe im Oktober die vorzeitige Schließung des Theresienkrankenhauses bekanntgegeben. Die Sozialplanverhandlungen mit den Beschäftigten seien noch nicht abgeschlossen. Fest stehe aber schon jetzt, dass es - auch aufgrund von freiwilligen Kündigungen - weniger betriebsbedingte Kündigungen geben soll als zunächst angenommen, so Heesemann. Ursprünglich war die Rede von bis zu 350 Stellen.

Nachnutzung des Theresien noch offen

Was genau mit den Räumlichkeiten des Theresienkrankenhauses passieren wird, sei noch unklar. Aktuell beschäftige man sich mit einem Nachnutzungskonzept. Nach Angaben der BBT-Gruppe sei der Verkauf von Immobilien angedacht. "Die Notwendigkeit sehen wir. Und das ist, glaube ich, auch ein Marker dafür, dass wir die Zukunftsfähigkeit dieses Hauses sehen", betonte Heesemann in der Ausschussitzung. Das bekräftigte Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht: "Wir haben auch Interesse, dass es eine Nachnutzung gibt. (...) Vielleicht gelingt es auch dort, einen Mehrwert für die Stadt zu erzielen."

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SWR

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