Ende November hat die Sumatra-Tigerin "Karis" des Heidelberger Zoos zwei Jungtiere auf die Welt gebracht. Jetzt hat der Tierpark die ersten Fotos der kleinen Tiger veröffentlicht. Laut Zoo haben beide Tiere ihre Augen geöffnet, sind gesund und wohlgenährt.
Tiger-Babys geboren: Raubtierhaus bleibt vorerst geschlossen
Um der Mutter eine Auszeit und den Tieren einen ungestörten Start ins Leben zu ermöglichen, bleibt das Raubtierhaus weiterhin geschlossen. Über eine installierte Kamera können die Tierpfleger und Besucher den Nachwuchs aber aus der Ferne beobachten. Sollten sich die kleinen Tiger gut entwickeln, wird das Raubtierhaus voraussichtlich im Januar teilweise öffnen.
Geschlecht und Name der Tigerbabys noch unklar
Welches Geschlecht die beiden Tigerbabys haben, ist noch unklar. Das wird erst im Januar untersucht. Erst dann wird über die Namen entschieden. Das Privileg ist den sechs Pflegerinnen und Pflegern vorbehalten, die sich hauptsächlich um den Sumatra-Tigernachwuchs kümmern.
Bestand an Sumatra-Tigern von Wilderei bedroht
Für Tiger-Mama "Karis" ist es nicht der erste Wurf. Sie hat bereits fünf Junge großgezogen. Diese kamen laut Zoo in anderen Zoos unter und sind zum Teil selbst schon Eltern. Laut Zoo leistet Karis somit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Art.
Der Bestand der Sumatra-Tiger geht laut Tierschutzorganisation WWF seit Jahren zurück. Grund dafür ist unter anderem Wilderei. Eine genaue Anzahl an in der Wildnis lebenden Sumatra-Tigern gibt es laut Tierschützern nicht. Die indonesische Regierung schätzt ihre Anzahl auf etwa 600.