Die Heidelberger Staatsanwaltschaft hat nach Abschluss der Ermittlungen Anklage gegen den 27-jährigen Mann erhoben, der in der Nacht auf den 12. November in der Nähe des Bahnhofs Wiesloch/Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis) einen Bekannten ermordet haben soll. Der Angeklagte soll mit einem Küchenmesser zugestochen haben. Die Staatsanwaltschaft spricht von "niederen Beweggründen".
Mutmaßlicher Täter und Opfer lebten in Flüchtlingsunterkunft
Der mutmaßliche Täter und sein späteres Opfer waren in einer Flüchtlingsunterkunft in Wiesloch untergebracht. Dort wohnten sie in unterschiedlichen Gebäudekomplexen. In der Nacht auf den 12. November 2025 feierten mehrere Bewohner der Unterkunft einen Geburtstag, bei dem laut Staatsanwaltschaft wohl reichlich Alkohol floss.
Mitten in der Nacht sollen die beiden Männer dann in Streit geraten sein. Dabei wurde der spätere Angeklagte am Auge verletzt. Wutentbrannt soll der Mann seinen Kontrahenten daraufhin mit dem Tod bedroht haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ging es ihm dabei offenbar darum, bei seinen Mitbewohnern nicht als Verlierer dazustehen.
Mit Küchenmesser auf Bekannten eingestochen
In der Nähe des Bahnhofs Wiesloch/Walldorf habe er noch in derselben Nacht auf seinen Landsmann mit einem Küchenmesser eingestochen, so die Anklage. Das Opfer erlag kurz darauf seinen Verletzungen. Der Ukrainer sitzt in Untersuchungshaft. Das Landgericht in Heidelberg hat nun über die Anklage zu entscheiden.