Ein 59 Jahre alter Mann soll am 30. Januar im Lagerraum eines Waffengeschäfts in der Nähe des Mannheimer Hauptbahnhofs einen folgenreichen Brand ausgelöst haben. Das hat die Staatsanwaltschaft auf SWR-Anfrage mitgeteilt. Auf Antrag der Behörde hat das Amtsgericht Mannheim nach entsprechender Prüfung einen Strafbefehl gegen den Mann wegen fahrlässiger Brandstiftung erlassen. Das hat ein Gerichtssprecher dem SWR bestätigt.
Mann schießt in Waffengeschäft in Papierkarton
Der Mann soll den Angaben zufolge in den Mittagsstunden an jenem Tag im Lagerraum des Waffengeschäfts "mit einer Schreckschusswaffe in einen mit Papier gefüllten Karton geschossen" haben. Grund für den Schuss laut Staatsanwaltschaft: Der Mann habe "die Funktionsfähigkeit der Schreckschusswaffe" prüfen wollen.
Durch den Schuss sollen sich das Papier und der Karton entzündet haben. Die Flammen hätten sich rasend schnell in dem Geschäft ausgebreitet. Bei dem Brand ist laut Staatsanwaltschaft ein Sachschaden in Höhe von rund 350.000 Euro entstanden.
Geldstrafe gegen mutmaßlichen Brandstifter verhängt
In dem Strafbefehl wurde eine Geldstrafe gegen den Mann verhängt. Um welche Summe es sich dabei handelt, steht noch nicht fest. Der Mann hat gegen den Strafbefehl Einspruch eingelegt. Nach Angaben des Amtsgerichts wird es deswegen wohl zu einer Hauptverhandlung kommen. Einen Termin dafür gibt es noch nicht.
Bei dem Feuer Ende Januar war eine weithin sichtbare Rauchsäule am Himmel zu sehen gewesen. Laut Polizei war eine Person leicht verletzt worden. Augenzeugen hatten von Knallgeräuschen während des Brandes berichtet.