Die Waldbrandgefahr steigt erneut: In Mannheim seit Montag auf Stufe vier von fünf, im Hardtwald werde sie zur Wochenmitte hin sogar bei Stufe fünf liegen, was eine "sehr hohe Gefahr" für einen Waldbrand bedeutet. Das sagt der Forstbezirksleiter und Experte Mathias Steckel. Die Temperaturen sollen im Verlauf der Woche wieder auf weit über 30 Grad ansteigen. Zuletzt war das Anfang Juli der Fall. Deshalb werde die Waldbrandgefahr in dieser, aber auch wieder in der kommenden Woche ein großes Thema sein, so Steckel.
Böden weiterhin nicht feucht genug
Die Niederschläge hätten den Wäldern zwar gut getan, doch die Bodenspeicher seien nicht gefüllt. Das Wasser komme nicht unbedingt weiter unten in den Beständen an, erklärt Mathias Steckel. Die Gefahren für Brände seien deshalb ernst zu nehmen. Im Rhein-Neckar-Kreis und im Neckar-Odenwald-Kreis ist die Gefahr dagegen etwas geringer.
Gefahrenindex zeigt betroffene Zonen
In Baden-Württemberg seien Mannheim und der Hardtwald grundsätzlich Hot-Spots in der Rheinebene. Die Stadt- und Landkreise geben bei hoher Gefahr anlassbezogene Regeln aus, beispielsweise gibt es dann laut Polizeiverordnung der Stadt Mannheim im öffentlichen Stadtgebiet ein generelles Grillverbot, sobald der Waldbrandgefahrenindex Stufe 4 oder höher erreicht hat. Diesen Waldbrandgefahrenindex gibt es beim Deutschen-Wetterdienst (DWD) einzusehen. Deutlich wird: Die kommenden Tage verfärben sich die roten Flächen in der Rhein-Ebene dunkelrot. Ähnliche Gefahrengebiete gibt es sonst fast ausschließlich im ostdeuschen Raum - und hier in Brandenburg.
Zuletzt Brand bei Hockenheim
Erst im Juli hatten knapp anderthalb Hektar Wald in einem Waldstück in der Nähe des Hockenheimrings gebrannt. Es wurde niemand verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Etwa 100 Feuerwehrleute mussten das Feuer löschen.