Hohe Temperaturen und kein Niederschlag: Heiße Sommertage bieten ideale Voraussetzungen für Waldbrände. Sind dazu die Böden bereits trocken und stimmen die Windbedingungen, kann sich jedes noch so kleine Feuer schnell ausbreiten – mit schwerwiegenden Folgen für Tier- und Pflanzenwelt, aber auch angrenzende Infrastruktur.
Zur Einschätzung der Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg misst der Deutsche Wetterdienst (DWD) an 60 Messstationen im Land stündlich Werte wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag und Windgeschwindigkeit. Daraus berechnet er eine Gefahrenstufe zwischen 1 (sehr geringe Gefahr) und 5 (sehr hohe Gefahr). Die Karte bildet das vom DWD berechnete Waldbrandrisiko an den Messstationen ab und wird von März bis Oktober täglich aktualisiert.
Welche Folgen hat eine hohe Waldbrandgefahr?
Die Behörden in Baden-Württemberg nutzen die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes zur Einschätzung des Waldbrandrisikos. Die lokale Risikobeurteilung weicht dabei mitunter von der Berechnung des DWD ab.
Bei einer hohen Gefahrenstufe können die Forstämter vor Ort Verbote anordnen und beispielsweise die Nutzung von Grill- und Feuerstellen im Wald untersagen. Außerdem überwachen die örtlichen Behörden bei einem hohen Brandrisiko verstärkt die Einhaltung der Regeln – und verhängen mitunter Geldbußen von bis zu 10.000 Euro.
Rauchen und offenes Feuer im Wald verboten
Auch ohne spezielle Anordnungen gibt es grundsätzliche Verhaltensregeln in den Wäldern von Baden-Württemberg. So ist das Rauchen von Anfang März bis Ende Oktober generell verboten. Gegrillt werden darf nur an ausgewiesenen Grillstellen, nicht auf mitgebrachten Geräten. Offenes Feuer ist nicht erlaubt und muss auch außerhalb des Waldes mindestens 100 Meter vom Waldrand entfernt sein.
Beim Verlassen des Waldes sollten Besucher zudem darauf achten, dass Feuer vollständig gelöscht sind und keine Zigarettenstummel zurückgelassen werden. Besondere Vorsicht ist auch beim Parken von Autos geboten: Denn heiße Fahrzeugteile wie Katalysatoren können eine Zündquelle sein. Fahrzeuge sollten daher nicht auf trockenem Gras abgestellt werden.
Was tun, wenn man einen Waldbrand bemerkt?
Wer einen Waldbrand entdeckt, sollte sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 informieren. Wichtig ist dabei vor allem eine genaue Ortsangabe. Offizielle Rettungstreffpunkte, aber auch markante Geländepunkte wie große Bäume, Wiesen und Felsen, sowie Parkplätze oder Beschilderungen am Wegesrand können hierbei hilfreich sein.