Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat am Donnerstag auf ihrer Internetseite einen Zwischenbericht zur Flugzeug-Notlandung in Mannheim veröffentlicht. Darin werden die Ereignisse rund um die Notlandung vom 12. Dezember unter anderem mithilfe von Zeugenaussagen und technischen Aufzeichnungen rekonstruiert.
Ursprünglich war ein kurzer Flug geplant
In dem Bericht heißt es, der 23 Jahre alte Pilot habe nach einer Triebwerksstörung notlanden müssen. An Bord der Maschine waren außerdem die 23-jährige Lebensgefährtin des Piloten sowie ein 37-jähriger Fluggast. Ursprünglich hatte das Trio einen 30-minütigen Flug geplant, heißt es in dem Zwischenbericht.
Nach einem normalen Abflug am City Airport Mannheim hätten die Insassen ein abruptes Bremsen und "Durchsacken" des Flugzeugs bemerkt. Daraufhin habe der Pilot zum Flughafen Mannheim zurückkehren wollen. Dann aber habe sich abgezeichnet, dass er die Piste im Gleitflug nicht mehr erreichen würde. Der Pilot habe sich daraufhin entschieden, auf einem Schotterparkplatz nahe der Hauptfeuerwache zu notlanden.
Pilotenkollege spricht von "Wunder" Flugzeugnotlandung in Mannheim: "Fliegerische Höchstleistung"
Die Notlandung eines Kleinflugzeugs im Stadtgebiet von Mannheim ohne größeren Personenschaden sei eine "fliegerische Höchstleistung", so ein Pilotenkollege gegenüber dem SWR.
Notlandung in Mannheim: Flugzeug rutschte 55 Meter weiter
Nach dem harten Aufsetzen rutschte das Flugzeug dann etwa 55 Meter weiter über das Feld, zwischen zwei geparkten Fahrzeugen hindurch. Es kam schließlich auf einer vielbefahrenen Straße im Mannheimer Stadtgebiet zum Stehen. Alle drei Insassen hätten die Maschine selbstständig verlassen. Der Pilot wurde schwer und die beiden Fluggäste leicht verletzt. Nach Angaben der BFU war der 23-Jährige seit Mai 2025 Inhaber einer sogenannten Privatpilotenlizenz.
Das viersitzige Leichtflugzeug gehörte einem Luftsportverein, es wurde bei der Notlandung zerstört. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern weiter an.