Der Gewinn von Mercedes-Benz ist im vergangenen Jahr um knapp die Hälfte eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Nettogewinn im Geschäftsjahr 2025 um rund 49 Prozent von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro gesunken, teilte der Stuttgarter Autobauer am Donnerstagmorgen mit.
Zum Börsenstart am Frankfurter Aktienmarkt gab der Aktienkurs des im DAX geführten Autokonzerns um rund fünf Prozent nach. Im weiteren Verlauf reduzierte sich das Minus etwas, am Mittag lag der Kurs etwa 3,5 Prozent unter dem Vortagesschluss. Zuvor hatte Finanzchef Harald Wilhelm erklärt, Mercedes-Benz werde die Talfahrt beim Pkw-Absatz in China auch in diesem Jahr nicht stoppen können - auch wenn es im zweiten Halbjahr Impulse durch neue Modelle geben könne. "In diesem sehr dynamischen Umfeld in China behalten wir eine vorsichtige Sichtweise bei", sagte Wilhelm. Der starke Wettbewerb in China belastet das Geschäft für Mercedes-Benz seit Längerem.
Mercedes: Betriebsergebnis bricht um 57 Prozent ein
Das Betriebsergebnis (EBIT) sank laut Mercedes-Benz im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2024 um 57 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro. Gründe für diese Entwicklung sind laut dem Stuttgarter Autobauer vor allem globale Zölle, negative Wechselkurseffekte und der intensive Wettbewerb in China. Auch der Umsatz des Unternehmens ging zurück - um neun Prozent auf 132,2 Milliarden Euro. Analysten hatten zuvor mit einem durchschnittlichen Umsatz von 134 Milliarden Euro und einem EBIT von 6,6 Milliarden Euro gerechnet, wie aus Daten von Visible Alpha hervorgeht.
Zahlen bei Mercedes: Viertes Jahr in Folge mit Gewinneinbruch
Bereits zum vierten Mal in Folge verzeichnete Mercedes-Benz einen Rückgang des Gewinns. Der Gewinneinbruch fiel dabei jedes Jahr stärker aus. "In einem dynamischen Marktumfeld lagen unsere finanziellen Ergebnisse im Rahmen unserer Prognose", erklärte Mercedes-Chef Ola Källenius. Für das laufende Jahr plant Mercedes-Benz, den Umsatz auf Vorjahresniveau zu halten und das Betriebsergebnis deutlich zu steigern. Der Fokus des Unternehmens liege auf Effizienz, Geschwindigkeit und Flexibilität. "Wir sind bereit für das Jahr 2026", sagte Vorstandsvorsitzender Källenius.