Der Gesamtbetriebsratschef von Porsche, Ibrahim Aslan, sieht die deutschen Standorte des Sportwagenbauers in Gefahr. Der Vorstand habe bisher kein Zukunftsbild für die deutschen Porsche-Standorte aufgezeigt.
Damit steht jeder vierte Arbeitsplatz in der Porsche AG auf dem Spiel. Aber wir sind überzeugt: Die Zukunft der Kolleginnen und Kollegen ist wichtiger als die reine Erhöhung des Profits.
Stattdessen drohe der Vorstand mit der Verlagerung von Entwicklung und Produktion in Länder mit deutlich niedrigerem Lohnniveau, sagte Aslan mit Blick auf die laufenden Gespräche über weitere Einsparungen. Damit sei jeder vierte Arbeitsplatz im Unternehmen in Gefahr, so Aslan.
Porsche-Beschäftige nach Betriebsversammlungen verunsichert
Aslan forderte das Management dazu auf, Lösungen vorzulegen, wie etwa Investitionen in die Porsche-Standorte und keine einseitigen Kürzungen auf Kosten der Beschäftigten. Die Belegschaft sei verunsichert und unzufrieden, dies sei auf den Betriebsversammlungen in Zuffenhausen und Weissach deutlich geworden.
Von Unternehmensseite hieß es bisher lediglich, angesichts der veränderten Rahmenbedingungen seien erhebliche Kostenoptimierungen zwingend erforderlich. Darüber spreche man mit der Arbeitnehmerseite im Rahmen eines zweiten Zukunftspakets - weiterhin vertraulich und auf Augenhöhe. Ein Zeitplan für die weiteren Verhandlungen wurde nicht genannt.