Skiliftbetreiber erhöhen die Preise

Wann startet die Wintersport-Saison in BW?

Wintersportfans und die Tourismusbranche hoffen wieder auf einen schneereichen Winter. In den Skigebieten in BW bereitet man sich langsam vor - und hebt die Preise an.

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Stand

Der Sommer ist vorbei und so langsam wirft auch schon der Winter seine Schatten voraus. Damit machen sich auch Wintersportfans bereit für die Skisaison. Das große Skigebiet Feldberg im Hochschwarzwald will am 29. November die Wintersportsaison einläuten - vorausgesetzt, der Schnee auf den Pisten reicht aus. Wann geht es in den anderen Skigebieten los und wie teuer wird der Wintersport in diesem Jahr?

Allgäu startet Anfang Dezember mit höheren Preisen

Wann lohnt sich ein Ausflug ins Allgäu? Die Oberstdorf-Kleinwalsertal-Bergbahnen planen, mit der Fellhornbahn Anfang Dezember in Betrieb zu gehen, wie die Allgäu GmbH in Kempten mitteilt. "Die Skigebiete öffnen nach Schneelage - gerade kleinere können schnell reagieren und starten manchmal auch schon Ende November", sagte eine Sprecherin. Im vergangenen Jahr seien bereits am 23. November drei Gebiete in Betrieb gewesen.

Die Preise steigen laut der Sprecherin in dieser Saison zwischen zwei und fünf Prozent. Man habe demnach die Fellhornbahn erneuert und nehme den Höllwieslift nach mehrjähriger Pause wieder in Betrieb. Außerdem habe man in innovative und energiesparende Technik zur Schneeerzeugung und Pistenpräperierung investiert, so die Sprecherin

Schwierige finanzielle Lage am Feldberg

Auch das Schwarzwald-Örtchen Feldberg (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) hofft auf eine schneereiche Skisaion. Die 2.000-Einwohner Gemeinde in Baden-Württembergs größtem Skigebiet ist hochverschuldet, einen großen Teil der Kassen verschlingt jährlich das Skigebiet. Jüngstes Beispiel: Die Jugendherberge am Feldberg. Weil viele Gäste wegen der unsicheren Schneelage lieber woanders Skifahren gehen, muss sie nach 70 Jahren Ende Oktober schließen.

Laut dem neuen Geschäftsführer der Feldbergbahnen GmbH, Kai Lebrecht, wird es einen durchschnittlichen Anstieg der Preise um 2,8 Prozent geben. Der Einstiegspreis für ein Standard-Internetticket werde im Vorjahresvergleich bei 39 Euro stabil bleiben, sagte der Manager. Das Unternehmen führte schon vor Jahren ein flexibles Preissystem ein, das einen vorzeitigen Onlinekauf belohnt. Der Maximalpreis für ein Ticket betrage nun 59 Euro, bisher waren es 56 Euro gewesen.

Die Vorbereitungen auf die Saison laufen bereits in Feldberg: Die ersten Förderbänder an den Hängen stehen schon. Ende Oktober startet der Vorverkauf der Liftkarten. Mitte November sollen dann die Schneekanonen einsatzbereit sein.

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Schwäbische Alb: Wintersport vor allem in höheren Lagen möglich

Auf der Schwäbischen Alb gibt es rund 70 Skilifte an den Hängen in der Region verteilt. Zu den Preisen, ob und wann es mit der Saison losgeht, könne man sich noch nicht äußern, sagt eine Sprecherin des Tourismusverbands Schwäbische Alb. "Als Mittelgebirge ist das Skifahren bei uns, wenn es denn möglich ist, wesentlich günstiger als in alpinen Skigebieten", heißt es. 

Immer weniger Schneetage

Am wahrscheinlichsten und häufigsten sei Wintersport grundsätzlich in den höhergelegenen Regionen der Alb möglich, so auf der Zollernalb und in Albstadt - und auch dort, wo bei entsprechenden Bedingungen beschneit werde, wie in der Wintersport-Arena in Holzelfingen (Kreis Reutlingen). "Aber auch dafür muss das Winterwetter erst mal passen", sagte die Sprecherin. Der Klimawandel sorge dafür, dass die Skilifte der Region immer weniger Betriebstage pro Saison verzeichneten. "Die Schneefälle variieren von Jahr zu Jahr stark, und insgesamt bleibt der gefallene Schnee häufig nicht mehr so lange liegen", sagt die Verbandssprecherin. 

Auch der Langlauf sei vom Klimawandel betroffen. Zudem gebe es keine hochmodernen Liftanlagen oder Bergbahnen. In der Regel finde man normale Schlepplifte, die häufig von örtlichen Sportvereinen betrieben werden. Die Wintersport-Arena Holzelfingen sei mit der modernste Anbieter, bei dem auch Snowfarming (Lagerung von künstlich erzeugtem Schnee über den Sommer) und technische Beschneiung zum Einsatz komme.

Skisaison im Winter 2024/2025 hatte zu wenig Schnee

Die letzte Skisaison lief für die Skigebiete im Land unterschiedlich. Im Nordschwarzwald am Seibelseckle waren die Betreiber zufrieden mit der Saison, sie sei gemessen an den Besucherzahlen sogar annähernd rekordverdächtig gewesen. Ohne künstliche Beschneiung sei das jedoch nicht möglich gewesen.

Auch auf der Alb war der letzte Winter schneearm. Dank technischer Beschneiung konnten immerhin einige Skiliftbetreiber wie die Wintersportarena in Holzelfingen im Kreis Reutlingen ihre Anlagen betreiben. In anderen Regionen, wie beim WSV Albstadt-Tailfingen, standen die Lifte hingegen still.

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
SWR

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