Zusammenarbeit angekündigt

SAP und OpenAI: Gemeinsame KI soll öffentliche Verwaltung in Deutschland effizienter machen

Der Softwarehersteller SAP will mit OpenAI Künstliche Intelligenz in die Verwaltung bringen - unter anderem in Schulen und Universitäten. Die Server sollen in Deutschland liegen.

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Der Walldorfer Softwarekonzern SAP will sein Geschäft mit Künstlicher Intelligenz weiter ausbauen: Gemeinsam mit dem US-amerikanischen KI-Unternehmen OpenAI, das vor allem für ChatGPT bekannt ist, soll Künstliche Intelligenz für den öffentlichen Sektor in Deutschland entwickelt werden.

So sollen eigenen Angaben nach Verwaltungen, Schulen und Universitäten sowie andere öffentliche Einrichtungen in Deutschland mit KI-Anwendungen versorgt werden. "Deutschland wird damit einen Zugang zu den besten Technologien zu deutschen Bedingungen erhalten", sagte die europäische OpenAI-Managerin Julie Lavet. Der Start der Kooperation ist demnach im kommenden Jahr geplant.

Kooperation ermögliche sichere KI-Anwendung im öffentlichen Dienst

"Die Zusammenarbeit ermöglicht es Millionen von Beschäftigten im öffentlichen Sektor, KI sicher und verantwortungsvoll zu nutzen", erklärten SAP und OpenAI. Sie versicherten, dass dabei "strenge Anforderungen an Datenhoheit, Sicherheit und rechtliche Vorgaben" eingehalten würden.

Wichtige technische Komponenten der Kooperation stammen jedoch aus den USA: OpenAI hat seinen Hauptsitz in San Francisco. In den Rechenzentren der SAP-Tochtergesellschaft Delos wird die Cloud-Software Azure vom US-Konzern Microsoft verwendet. Die Server selbst stehen SAP zufolge aber in Deutschland. Und die wichtigsten Chips in den KI-Servern stammen von Nvidia aus Kalifornien. 

Behörden sollen effektiver arbeiten können

Mitarbeitende in Behörden, Verwaltungen und Forschungseinrichtungen sollen so schneller arbeiten "und mehr Zeit für wertschöpfende Aufgaben statt für administrative Tätigkeiten" bekommen. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen auch "maßgeschneiderte Anwendungen für den öffentlichen Sektor" entwickelt werden. KI-Agenten würden "in bestehende Workflows (integriert), um Prozesse wie Aktenverwaltung oder die Analyse von Verwaltungsdaten zu automatisieren und zu verbessern", erklärten die Unternehmen.

Bundesdigitalminister begrüßt Zusammenarbeit

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) begrüßt die Kooperation. Die KI-Offensive von SAP und die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern sei ein gutes Signal für den Digitalstandort Deutschland. Sie unterstreiche die Bedeutung von KI als Motor für Innovation und unsere Wettbewerbsfähigkeit, so Wildberger weiter.

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