Stellenabbau: Konkrete Zahlen nicht mit Betriebsrat abgestimmt

Vorstand von Daimler Truck entschuldigt sich beim Gesamtbetriebsrat

Die Unruhe bei Daimler Truck war groß, als der Vorstand die Streichung von 5.000 Stellen bekannt gab. Jetzt stellt er klar: Die konkrete Zahl war nicht mit dem Gesamtbetriebsrat abgestimmt.

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Von Autor/in Geli Hensolt

Daimler Truck schreibt in einer Stellungnahme: "Wenn wir die angedachten Maßnahmen über alle Arbeitspakte und Bereiche hinweg aufaddieren, bewegen wir uns bis 2030 in einer Größenordnung von etwa 5.000 Stellen". Gleichzeitig heißt es in der Stellungnahme: "Eine Vereinbarung zu einer konkreten Zahl haben wir mit dem Gesamtbetriebsrat nicht getroffen."

Nach Angaben des Betriebsrats hat der Vorstand des Lkw-Herstellers gegenüber den Beschäftigten klargestellt, dass es bisher keine Vereinbarung gibt, wie viele Arbeitsplätze konkret abgebaut werden sollen.

Daimler Truck Vorstand entschuldigt sich

Auf einer Investorenkonferenz Anfang Juli 2025 hatte Daimler Truck ankündigt, dass der Lkw-Hersteller 5.000 Stellen in Deutschland streichen wolle. Und zwar als Teil eines Spar-Programms im Umfang von insgesamt einer Milliarde Euro. Der Schock bei den Beschäftigten war groß. Vor allem, weil der Eindruck erweckt wurde, die konkrete Zahl von 5.000 Stellen sei mit dem Betriebsrat abgestimmt. Der Betriebsrat widersprach und forderte öffentlich, der Vorstand müsse das korrigieren.

Laut Betriebsratschef Michael Brecht hat sich die Vorstandsvorsitzende Karin Radström entschuldigt. In einer Video-Botschaft an die Beschäftigten habe sich der Vorstand zu den Vereinbarungen bekannt. Demnach soll geprüft werden, wie die deutschen Standorte wettbewerbsfähiger und die Einsparziele erreicht werden können.

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Andreas Reinhardt
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