Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat insgesamt 23 Neubauvorhaben freigegeben, darunter auch den Albauf- und -abstieg auf der A8 zwischen Mühlhausen und Hohenstadt im Kreis Göppingen. Das teilte das Bundesverkehrsministerium am Dienstag mit. Auf der A8 am Albtrauf kommt es regelmäßig zu Staus, weil es dort über mehrere Kilometer auf nur zwei Spuren steil bergauf beziehungsweise bergab geht.
Planfestgestellter Trasse droht Verzögerung A8 Albaufstieg: Finanzlücke bedroht Ausbau
Wegen einer Milliardenlücke bei der Finanzierung von Autobahn-Vorhaben ist auch der Albaufstieg zwischen Mühlhausen und Hohenstadt in Gefahr. Verkehrsminister Hermann ist empört.
Bereits Ausschreibungen gestoppt
Mit der Baufreigabe geht eine lange Wackelpartie zu Ende. Wegen einer Milliardenlücke bei der Finanzierung von Autobahn-Vorhaben war lange unklar, wie es mit dem Projekt weitergeht. Im Sommer wurden bereits Ausschreibungen gestoppt. Im Oktober hatten die Spitzen der Koalition dann entschieden, dass für den Neubau von Straßen drei Milliarden Euro zusätzlich bereitgestellt werden. Davon profitiert jetzt auch das Projekt Albaufstieg.
Baden Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) zeigt sich erleichtert über die Baufreigabe. Es sei "höchste Zeit". Für das Land sei der Albaufstieg das mit Abstand wichtigste Straßenbauprojekt der kommenden Jahre. "Nun können weitere Ausschreibungen folgen, damit hoffentlich rasch die Bauarbeiten beginnen können", sagte Hermann laut einer Mitteilung. Ursprünglich war der Spatenstich nach Jahrzehnten der Debatten und Planungen für Herbst 2027 angedacht.
A8: Künftig weniger Staus?
Das Bauprojekt kostet rund 1,4 Milliarden Euro. Die neue A8 soll Albauf- und -abstieg zusammenlegen und mit zwei Brücken und Tunneln mitten durch den Berg führen. Der Vorteil laut Autobahn GmbH: weniger Steigung, eine kürzere Strecke und drei Fahrstreifen pro Richtung plus Standstreifen. Das wiederum soll zu weniger Stau führen.