Die Autobahn-Gesellschaft erneuert in der zweiten Oktoberhälfte die Fahrbahndecke des Albaufstiegs der A8 auf neun Kilometern Länge. Bis Montagmorgen, 20.10., war deshalb die Autobahn in Fahrtrichtung München zwischen den Anschlussstellen Mühlhausen im Täle (Kreis Göppingen) und Merklingen (Alb-Donau-Kreis) gesperrt. Inzwischen ist die Straße wieder freigegeben.
Eine zweite Sperrung ist für das Wochenende vom 31.10. bis 3.11. geplant. Die Sperrung erfolgt ab Freitagabend, 21 Uhr, bis Montagmorgen, 5 Uhr. Die A8 in Fahrtrichtung Karlsruhe, also der "Albabstieg", ist von den Arbeiten nicht betroffen.
Sperrung Albaufstieg: Belastung für Geislingen
Im Zeitraum der Arbeiten wird der Fernverkehr bereits ab dem Autobahnkreuz Weinsberg im Rheintal über die A6 und A7 auf die A8 in Fahrtrichtung München und auf die A7 in Fahrtrichtung Füssen geleitet. Regional erfolgt die Umleitung ab Wendlingen über die B313 und B10 zur A8-Anschlussstelle Ulm-West. Gerade aufs obere Filstal um Geislingen (Kreis Göppingen) kommt so eine deutlich höhere Verkehrsbelastung zu. Zumal der Verkehr örtlich ab Mühlhausen über die B466 nach Geislingen und dann ebenfalls weiter über die B10 zur Anschlussstelle Ulm-West geleitet wird.
Autobahn GmbH empfiehlt, das Navi auszuschalten
Die Belagsarbeiten finden am Wochenende statt, um die Belastungen für Autofahrende und Anrainer-Gemeinden gering zu halten. So sind der Pendler- und in Teilen auch der Schwerlastverkehr von den Sperrungen nicht betroffen. Um die Gemeinden entlang der kleineren Albaufstiege nicht zu belasten, appelliert die Autobahn-Gesellschaft, Ausweichverkehr zu vermeiden.
Um Staus auf vermeintlichen Schleichstrecken zu vermeiden, appelliert die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest dringend an alle Verkehrsteilnehmenden, ihre Navigationssysteme auszuschalten und den offiziellen Umleitungsstrecken zu folgen.
Wer tatsächlich sein Navigationsgerät ausschaltet, kann sich über die App der Autobahn GmbH oder deren Website über die aktuelle Verkehrslage informieren.
A8: Künftige Pläne für Albaufstieg und -abstieg
Generell sollen die in die Jahre gekommenen Strecken der A8 am Albtrauf - den Albaufstieg wie den Albabstieg - in den nächsten Jahren durch eine neue Trasse ersetzt werden. Mitte September war noch fraglich, ob die nötige Finanzierung des Bundes dafür kommt. Mittlerweile wurde aber signalisiert, dass die Finanzierung des Ausbaus der A8 am Albaufstieg wohl beschlossene Sache ist. Künftig sollen Brücken sowie zwei Tunnel für eine Trasse mit weniger Steigung und Gefälle sorgen - mit drei Fahrspuren in beiden Fahrtrichtungen.