Rettungshubschrauber war im Einsatz

Waldenbuch: 15-Jähriger liegt nach Unfall mit Böller tagelang im Krankenhaus

Viele Menschen in Waldenbuch hatten sich am vergangenen Freitag über einen lauten Knall gewundert. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Was ist passiert?

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Stand

Ein Unfall mit einem Silvesterböller in Waldenbuch (Kreis Böblingen) am vergangenen Freitag wirkt immer noch nach. Tagelang lag ein 15-Jähriger mit einer schweren Handverletzung im Krankenhaus. Die Ermittlungen hat sogar die Kriminalpolizei übernommen.

Böller sorgt für lauten Knall mitten in Waldenbuch

Am vergangenen Freitag hatte es in der Stadtmitte von Waldenbuch laut geknallt. Auch viele Anwohnerinnen und Anwohner waren irritiert. Mit einem Großaufgebot kamen die Rettungskräfte angefahren. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt, auch um den Einsatzkräften den nötigen Platz zu verschaffen, wie ein Polizeisprecher jetzt mitteilt. Der 15-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Verbotener Böller? Kriminalpolizei ermittelt

Die Kriminalpolizei ist deshalb eingeschaltet, weil der Jugendliche womöglich gegen das Sprengstoffgesetz verstoßen hat. Es wird allerdings noch ermittelt, um was für einen Böller es sich genau handelte. Man gehe aber von einem Feuerwerkskörper der Kategorie 4 aus, sagte ein Polizeisprecher dem SWR.

Zu den Feuerwerkskörpern der Kategorie 4 zählen auch die sogenannten Kugelbomben. Eine solche explodierte etwa in der Silvesternacht in Berlin und verletzte mehrere Menschen, ein Kind sogar lebensgefährlich. In Hamburg starb außerdem ein 20-Jähriger als eine selbstgebastelte Kugelbombe in seiner Hand explodierte.

In Deutschland dürfen diese auch nur an Menschen mit einer behördlichen Erlaubnis und erst ab einem Alter von 21 Jahren verkauft werden. Im benachbarten Ausland seien sie allerdings frei erhältlich, so der Polizeisprecher weiter.

Polizei bittet um Vorsicht im Umgang mit Böllern

Üblicherweise kommt es vor allem rund um Silvester zu Unfällen mit Böllern. Laut Kriminalpolizei gibt es auch im Lauf des Jahres immer wieder Vorfälle. Teilweise würden sie auch Kindern deutlich unter 14 Jahren Sprengkörper abnehmen, heißt es. Die Polizei bittet darum, beim Umgang mit jeglichem Feuerwerk vorsichtig zu sein.

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