Die Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW) hat am Mittwochabend offiziell Chanukka auf dem Schlossplatz in Stuttgart gefeiert. Rund 200 Menschen - auch nicht-jüdischen Glaubens - versammelten sich dazu. Dabei sollte nicht nur das jüdische Lichterfest gefeiert, sondern auch der Opfer des terroristischen Angriffs am Sonntag in Sydney gedacht werden. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Jetzt erst recht".
Im ersten Moment ist man geschockt und fühlt sich bedroht.
Die Botschaft von Chanukka sei die Verständigung unter den Religionen, wie Barbara Traub von der IRGW dem SWR sagte. Auch nach dem Anschlag in Australien müsse man die Hoffnung und den Freiheitsgedanken aus dem Fest ziehen und mit Optimismus nach vorne sehen. Für die Solidarität von Politik und Gesellschaft bedankt sich Traub.
Polizei erhöhte die Sicherheitsmaßnahmen
Nach dem Terroranschlag in Sydney hatte die Polizei in Stuttgart die Sicherheitsvorkehrungen angepasst. Ein Sprecher bestätigte, dass die Anzahl der Beamtinnen und Beamten erhöht wurde, nannte jedoch keine genauen Zahlen. Auch zu Absperrungen oder Kontrollen äußerte sich die Polizei nicht konkret. Die Stadt Stuttgart erklärte, dass der Ablauf der Feier unverändert bleibe.
Chanukka als Zeichen der Hoffnung
Das jüdische Lichterfest Chanukka wird noch bis zum 22. Dezember gefeiert. Neben der Feier in Stuttgart sind am Donnerstag noch Veranstaltungen in Reutlingen und am Freitag in Esslingen geplant. Mit der Botschaft von Frieden und Verständigung will die IRGW in diesen Tagen ein Licht der Hoffnung in schwierigen Zeiten entzünden.