Invasive Ameisen gibt es in drei Kreisen der Region Stuttgart
Sie ist längst in mindestens drei Kreisen der Region Stuttgart angekommen: die invasive Ameisen-Art Tapinoma magnum. In Esslingen wurde jetzt erfolgreich eine andere Methode der Bekämpfung getestet, weil heißes Wasser nicht überall geht, wo die Ameisen sich breit machen.
Heißes Wasser ist normalerweise das erste Mittel der Wahl im Kampf gegen die Tapinoma magnum. Weil das bei einer Lärmschutzwand in Esslingen-Sirnau aber nicht zielführend gewesen wäre, hat die Stadt ein spezielles Gel eingesetzt, sogenanntes Köder-Gel. Mit Erfolg, sagt Matthias Scheider, Leiter des Grünflächenamts.
Unterführung zur Neckarinsel wieder Ameisen-frei
"Wir haben das Problem, dass die Ameisen auch in die Ritzen der Schallschutzwand reingehen, und dort erwischen wir sie mit Heißwasser nicht", erklärt Scheider. Deswegen habe man auf die Straßen ein Gel aufgebracht. Bei diesem Gel wirkt ein Lockstoff, der die Ameisen dazu bringt, den Köder mit einem Wirkstoff ins Nest zu tragen. Dort wird der Köder an die Königin und die Brut verfüttert, wodurch die gesamte Kolonie, einschließlich des Nestes, bekämpft wird. Diese Methode ist allerdings teurer als die mit heißem Wasser.
Land unterstützt Forschungsprojekt Invasive Ameisenart breitet sich in BW aus - Tiere sollen erforscht werden
Die Ameisenart Tapinoma magnum breitet sich in einigen Städten in Baden-Württemberg aus. Ein Forschungsprojekt soll jetzt die Basis für geeignete Gegenmaßnahmen liefern.
Es sei jetzt gelungen, die Ameisenstraße hin zur Neckarinsel komplett zu unterbinden, sagt Scheider freudig. "Die Unterführung hin zur Neckarinsel ist jetzt komplett wieder Ameisen-frei."