Influencerin Kim Hoss hat nach eigenen Angaben in einer dm-Filiale in Stuttgart Bilder ihrer Analogkamera entwickeln lassen und vermutet jetzt, dass jemand davon zwei intime Bilder entwendet hat. Deswegen hat sie Anzeige gegen den Drogeriemarkt erstattet und fordert 10.000 Euro Schadensersatz. Das Geld verlange sie, da es für sie nicht nur um zwei Fotoabzüge ginge, sondern um ihren Ruf, da sie eine Person der Öffentlichkeit sei.
Gestohlene Fotos: Influencerin Kim Hoss verlangt Schadensersatz von dm
Kim Hoss ist Influencerin und hat auf Instagram über 90.000 Follower. Nach eigenen Angaben nutzt sie ihre Reichweite oft, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Jetzt spricht sie offen darüber, dass sich der Drogeriemarkt dm in ihren Augen nicht genug um die Sicherheit der Daten seiner Kunden kümmern würde. "Das ist schon länger ein systematisches Problem in vielen dm-Filialen. Ich will darauf aufmerksam machen", sagt sie.
Die 38-Jährige erzählt im SWR-Interview, dass sie bezüglich ihrer öffentlichen Beschwerde im Internet viele Nachrichten von Followern erhalten hätte. Darin lese sie, dass viele andere ähnliche Erfahrung gemacht hätten und dass bei einigen Verunsicherung herrsche, vor allem bei Frauen.
Influencerin fordert Schutz vor Diebstahl
Kim Hoss wünscht sich, dass dm die entwickelten Abzüge in den Fotoausgaben nicht mehr jedem zugänglich macht. Sie schlägt zum Beispiel vor, dass die Bilder hinter der Theke gelagert werden und sich jeder bei der Abholung ausweisen muss.
Oder dass die Versandtaschen mit den Fotos zum Aufreißen gemacht werden, anstatt zum wieder Zukleben, um feststellen zu können, wenn sie bereits geöffnet wurden.
Foto-Diebstahl bei dm - Was sagt der Markt dazu?
Der Drogeriemarkt teilte auf SWR-Anfrage mit, dass der Schutz der Fotoaufträge höchste Priorität habe. Alle Mitarbeitenden seien angehalten, die Fototheke in den dm-Märkten aufmerksam zu beaufsichtigen. "Zusätzlich kommt in vielen Märkten Sicherheitspersonal zum Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten", erklärte Alexander Strehlau, dm-Geschäftsbereichsverantwortlicher Sortiment im Ressort Marketing + Beschaffung.
Veränderungen und Verbesserungen stehe der Drogeriemarkt offen gegenüber und prüfe regelmäßig verschiedene Ansätze. "Unsere Erfahrungen zeigen zum Beispiel, dass viele Kundinnen und Kunden ihre Aufträge vor dem Kauf im Markt öffnen möchten", so Strehlau. "Gemeinsam mit unseren Dienstleistern arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unserer Vorgänge, um sowohl die Sicherheit an unseren Abholtheken zu gewährleisten als auch den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden gerecht zu werden."