In Rutesheim im Kreis Ludwigsburg haben Betrüger mit einer relativ aufwändigen Masche zahlreiche Menschen getäuscht und um ihr Geld gebracht. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, soll das Ganze so abgelaufen sein: Zuerst schalteten der oder die unbekannten Täter Anzeigen in mehreren überregionalen Zeitungen. Darin warben sie damit, zu überdurchschnittlich hohen Preisen Gold anzukaufen. Mitte September eröffneten sie dann ein Ladengeschäft in der Blumenstraße in Rutesheim. Drei Tage lang war das angebliche Geschäft geöffnet - vom 14. bis 16. September.
Betrüger zahlten Geld nicht aus
Die Fensterscheiben waren laut Polizei so plakatiert, dass es den Anschein erweckte, es handele sich tatsächlich um ein Geschäft, in dem Gold angekauft werde. Daraufhin hätten zahlreiche Menschen das vermeintliche Geschäft betreten, um Gold, darunter auch Schmuck, zu verkaufen. Allerdings zahlten die Betrüger das Geld nicht gleich aus, so die Polizei. Stattdessen versprachen sie, das Geld in den nächsten Tagen zu überweisen. Dafür sollen sie unter anderem gefälschte Überweisungsnachweise genutzt haben.
Polizei ermittelt und sucht Zeugen
Ihr Geld erhielten die Verkäufer allerdings nicht. Insgesamt, so schätzt die Polizei, konnten die unbekannten Täter so Gold und Schmuck im Wert von mindestens 30.000 Euro erbeuten. Die Polizei ermittelt und bittet Zeugen und weitere Geschädigte, sich zu melden.