Der Gründer der Stuttgarter Hilfsorganisation STELP, Serkan Eren, ist nach Angaben der Organisation im Iran zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Ein iranisches Gericht lege ihm Kontakt zu einem Land zur Last, das der Iran als feindlich einstufe, teilte STELP am Dienstag mit. Die Entscheidung des Gerichts sei schockierend.
Nur mit Rucksack und ohne Sicherheitsvorkehrungen Stuttgart: STELP-Gründer Eren auf gefährlicher Mission im Iran
Serkan Eren hilft aktuell im Iran mit Spendengeldern aus der Region. Dafür begibt er sich in Gefahr. Er erzählt, warum er nur mit Rucksack und ohne Sicherheitsvorkehrungen reist.
Austausch mit türkischen Behörden
"Das Urteil und insbesondere das Strafmaß werden aus Sicht von STELP den Umständen des Falls nicht gerecht", erklärte die Organisation. Weitere Details wolle STELP derzeit zum Schutz von Eren und allen Beteiligten nicht nennen. Nach Angaben von STELP steht die Organisation in engem Austausch mit türkischen Behörden, da Eren türkischer Staatsbürger ist. Man arbeite weiterhin mit Hochdruck daran, ihn sicher nach Hause zu bringen.
Eren erhielt das Bundesverdienstkreuz
Eren war den Angaben zufolge im Juni 2025 als humanitärer Helfer in den Iran gereist. Seither befindet sich der 42-Jährige in iranischem Gewahrsam. Nach Angaben der Organisation startete Eren 2015 gemeinsam mit einem Freund auf eigene Faust einen ersten Hilfseinsatz an der mazedonischen Grenze. 2023 erhielt er von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz.