Das Cannstatter Volksfest und das Münchner Oktoberfest bieten Influencerinnen und Influencern eine starke Kulisse für ihren Content. Und so halten viele von ihnen Make up, Dirndl oder Snacks in die Kamera und verdienen über entsprechende Werbepartnerschaften Geld. Doch weil der Begriff Oktoberfest als Wortmarke geschützt ist, verlangt die Stadt München eine Lizenzgebühr für den Begriff, sofern es sich um kommerziellen Content von Influencern auf dem Festgelände handelt. Außerdem brauchen sie eine Drehgenehmigung für solche Inhalte.
Stuttgart will Oktoberfest-Modell beobachten
Droht das auch in Stuttgart, beim Cannstatter Wasen oder dem Frühlingsfest? Derartige Gebühren seien aktuell nicht geplant, sagte eine Sprecherin der städtischen Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart. Doch ganz ausgeschlossen ist es offenbar nicht: Man beobachte die Entwicklung in München und wolle sich gegebenenfalls mit Kollegen dort über deren Erfahrungen austauschen, so die Sprecherin.
Volksfest in Stuttgart Cannstatter Wasen: Parkplätze sind diesmal äußerst knapp
Mit dem Auto hat man schlechte Karten, wenn man das Volksfest auf dem Cannstatter Wasen besuchen möchte. Die Veranstalter warnen sogar vor Park-and-Ride-Plätzen am Stadtrand.
Das gilt beim Filmen auf Volksfesten
Auch wenn sie für das Filmen und Fotografieren nichts bezahlen müssen: Drehen dürfen sie ohne Genehmigung nur auf den allgemeinen Wegen. Und wer sein Dirndl oder die Lederhose in einem Zelt oder in der Geisterbahn in Szene setzen will, muss die Betreiber fragen. Außerdem müssen die Persönlichkeitsrechte der Gäste beachtet werden. Das bedeutet, dass man einzelne Personen nur mit deren Zustimmung filmen oder fotografieren darf.
Influencerin: "Der Wasen gehört für mich einfach dazu"
Influencerin Juliane Rasheed aus Esslingen liebt die Events auf dem Cannstatter Volksfest, zu denen sie eingeladen ist. "Der Wasen gehört für mich einfach dazu", sagt die "Miss Baden-Württemberg 2026". Das Münchner Oktoberfest besuche sie aber nicht. "Ich mache Social Media nebenberuflich, da muss man sich konzentrieren."
Doch sie verfolgt auch den Content, der rund um das Münchner Oktoberfest im Netz gepostet wird. "Ich habe den Eindruck, es sind weniger Beiträge geworden", sagt Juliane Rasheed mit Blick auf die Kolleginnen und Kollegen - und vermutet, das könnte mit der Gebühr für den Begriff "Oktoberfest" zusammenhängen.