In der Wilhelma in Stuttgart ist am Mittwoch ein Koala-Jungtier gestorben. Das hat der zoologisch-botanische Garten am Donnerstag bekannt gegeben. Das kleine Weibchen Jimbelung sei im Alter von fast 14 Monaten an einer Atemwegserkrankung gestorben. Jimbelungs Halbbruder Borobi ist laut einer Mitteilung weiterhin kerngesund und wohlauf.
Kleiner Koala an Atemwegserkrankung gestorben
Das kleine Weibchen sei bereits in Behandlung gewesen, so die Wilhelma weiter, und es sei auch Besserung in Aussicht gewesen. Dann hätten sich die Symptome wider Erwarten verschlimmert und hätten zum Tod geführt. Jimbelung, was in einer indigenen Sprache Australiens "Freundin" heißt, war im Juni 2024 in der Wilhelma geboren worden.
"Der Nachwuchs bei den Koalas war für uns ein sensationeller Zuchterfolg", sagt Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin. Er sei sehr bestürzt über den Tod des kleinen Koala Weibchens. "Fakt ist, dass Todesfälle bei Jungtieren in der Natur deutlich häufiger vorkommen als in Zoos. Dennoch sind wir zutiefst traurig über den Verlust von Jimbelung," so Kölpin weiter.
Trauer und Freude zugleich: Bereits nächstes Koala-Baby geboren
Zugleich habe die Wilhelma aber auch eine gute Nachricht von den Koalas zu vermelden, erklärt Kölpin in einer Mitteilung: "Genau wie in der Natur liegen auch jetzt Freud und Leid nahe beieinander: Jimbelungs Mutter Auburn hat nämlich wieder ein Jungtier zur Welt gebracht. Es ist aber erst wenige Wochen alt." Bei Koalas kommen die Jungtiere allerdings nackt, blind und gerade einmal so groß wie ein Gummibärchen zur Welt. Deshalb leben sie danach noch im Beutel der Mutter und wachsen dort heran, bevor sie sich nach einigen Monaten nach draußen wagen. Das neue Jungtier werde laut Wilhelma voraussichtlich irgendwann im Lauf des Winters zu sehen sein.
Seit 2023 leben Koalas in der "Terra Australis" Anlage in der Wilhelma und sind Teil der europäischen Reservepopulation für die bedrohte Tierart aus Australien. In der Wilhelma hatten sich die Koalas gut eingelebt, wie Reporterin Anna Knake 2024 für den SWR berichtete: