Nach der ungeplanten Zwischenlandung eines Wizz Air-Flugzeuges am vergangenen Mittwoch in Stuttgart kommen auf den Randalierer erhebliche Kosten zu. Die Fluggesellschaft teilte dem SWR am Dienstag mit, sie mache grundsätzlich alle mit einem solchen Vorfall verbundenen Kosten geltend. Diese würden sich im Durchschnitt auf 10.000 bis 20.000 Euro belaufen, könnten aber auch deutlich höher ausfallen.
Wizz Air will rechtlich gegen Randalierer vorgehen
Die Kosten setzen sich demnach unter anderem aus Mehrausgaben für Treibstoff, einer möglichen Unterbringung der Flugzeugbesatzung und der Passagiere, möglichen Entschädigungen wegen Verspätungen sowie Bodenabfertigungskosten zusammen. Die Airline will außerdem rechtlich gegen den Randalierer vorgehen.
Flughafen Stuttgart Betrunkener randaliert im Flugzeug: Applaus nach Polizeieinsatz
Ein betrunkener Passagier hat auf einem Flug von Paris nach Sofia randaliert. Das Flugzeug musste in Stuttgart zwischenlanden. Bei dem Polizeieinsatz applaudierten viele Passagiere.
Wizz Air spricht von einer Null-Toleranz gegenüber Randalierern. Es sei völlig inakzeptabel, dass Fluggäste, die sich auf ihre Reise gefreut haben, durch das Fehlverhalten eines einzelnen Passagiers beeinträchtigt würden. Wizz Air sagte außerdem, dass Fluggesellschaften und Luftfahrtbehörden branchenweit zusammenarbeiten sollten, um härtere Strafen für störende Passagiere durchzusetzen.
Zwischenlandung in Stuttgart nach Randalen im Flugzeug
Im aktuellen Fall aus Stuttgart hatte ein 19-Jähriger betrunken während des Fluges nach anderen Fahrgästen geschlagen und herumgeschrien. Die Polizei hatte ihn nach der Zwischenlandung aus dem Flugzeug geholt. Auch zwei Begleiter des 19-Jährigen durften nicht weiterfliegen. Ob auch sie mit Kosten rechnen müssen, dazu machte Wizz Air keine Angaben.