Die Kriminalpolizei hat in Ludwigsburg einen 20-Jährigen festgenommen, der hinter einer Serie von Bränden stecken soll. Der Mann soll in der Nacht auf Sonntag gegen 1:40 Uhr einen Papiercontainer angezündet haben. Das teilte die Polizei am Montag mit. Die Flammen hätten auf einen benachbarten Müllcontainer übergegriffen, beide Behälter seien vollständig abgebrannt.
Polizei nahm Verdächtigen nahe des Tatorts fest
Wenig später hätten Beamte den 20-Jährigen aufgegriffen. Ein Polizeisprecher erklärte dem SWR, man habe rund um den Container "polizeiliche Maßnahmen" ergriffen, die zur vorläufigen Festnahme des Tatverdächtigen führten. Er soll sich in unmittelbarer Nähe des Tatorts aufgehalten haben. Der Mann stehe im Verdacht, für bis zu 15 Brände seit Mitte März verantwortlich zu sein. Ein Haftrichter erließ mittlerweile Haftbefehl wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung.
Feuer griff auf Balkon und Fassaden über
Zum ersten Mal hatte es laut Polizei am 20. März gebrannt - in diesem Fall war es eine Papiertonne. Bei einem der weiteren Brände in der Nacht zum 28. März hatten die Flammen auf eine Hausfassade sowie einen Balkon eines Wohngebäudes übergegriffen. Infolge dieses Brandes war eine Wohnung im Wohnhaus zunächst nicht mehr bewohnbar. Die Polizei schätzte den Schaden auf rund 150.000 Euro. Auch in weiteren Fällen wurden Fassaden angrenzender Gebäude beschädigt. Personen waren den Polizeimeldungen zufolge bei keinem der Feuer verletzt worden.