Gebündelte Kompetenz

Allianz gegen Blutkrebs: Marienhospital und Klinikum Stuttgart arbeiten zusammen

Das Marienhospital und das Klinikum Stuttgart bilden ab diesem Jahr eine Allianz im Bereich der Zelltherapie. Von ihrer Kooperation profitieren zum Beispiel Leukämie-Patienten.

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Von Autor/in Anna Knake, Beate Metschies

Vor rund vier Monaten hat Spyridon Barmpakostas von seiner Leukämie-Erkrankung erfahren, bei einer Routineuntersuchung beim Hausarzt. Seine Chemotherapie hat der 27-Jährige am Marienhospital begonnen - bis klar war, dass er auch eine Stammzelltransplantation benötigt. Für die wird er nun am Zentrum für Zelltherapie des Klinikum Stuttgart stationär aufgenommen. Damit ist er der erste Patient, der von der Kooperation der beiden Kliniken profitieren wird.

Spyridon Barmpakostas ist an Leukämie erkrankt. Seine Chemotherapie hat er im Marienhospital bekommen, die Stammzelltransplantation wird er nun im Klinikum Stuttgart bekommen.
Spyridon Barmpakostas ist der erste Patient, der von der Allianz gegen Blutkrebs profitieren wird.

Gebündelte Kompetenzen in Stuttgart für Patientinnen und Patienten

Ziel sei es, Expertisen im Bereich der allogenen Stammzelltransplantationen zu bündeln, erklärt Gerald Illerhaus, Ärztlicher Direktor am Klinikum Stuttgart. Der räumliche Dreh- und Angelpunkt ist die Intensivstation für Blutkrebs des Klinikum Stuttgart, sie ist eine der modernsten der Region. Räumlich abgetrennt von den anderen Stationen, hat sie zum Beispiel eine spezielle Luftfilterung, um die Patientinnen und Patienten in kritischen Gesundheitsphasen besonders vor Infektionen zu schützen.

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Vertraute Gesichter: Medizinische Ansprechpartner bleiben gleich

Christian-Friedrich Jehn vom Marienhospital weist auf eine weitere Ebene hin: Die Ärztinnen und Ärzte können die Erkrankten während ihrer Therapie durchgängig begleiten. "Es sind vertraute Gesichter, die sie auch schon aus den Vortherapien kennen, die dann auch zu ihnen kommen, wenn sie eine Stammzelltransplantation oder CAR-T-Zell-Therapie (eine Krebsimmuntherapie) bekommen." Das sei auch für die Angehörigen wichtig, denn so sei die emotionale Unterstützung durchgängig.

Spyridon Barmpakostas ist froh, dass seine Therapie nahtlos weitergehen kann: "Das ist ein Jackpot gewesen". Die Intensivstation konnte er vorab besichtigen und kann nun besser einschätzen, was die kommenden Wochen auf ihn zukommt. Das Rahmenprogramm hat er bereits studiert: "Es ist interessant zu sehen, was alles drin ist. Das Sportprogramm, alles, was hier angeboten wird."

Krankenhausreform: spezialisierte Zentren im Trend

Illerhaus, der Ärztlichen Direktor, geht davon aus, dass Kooperationen wie diese in Zukunft wichtiger werden. Die Krankenhauslandschaft bewege sich hin zu spezialisierten Zentren. "Die Krankenhausreform ist dann ein Antrieb - Bündelung der Expertise an großen Häusern ist der Trend der Zeit."

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