Als Schülerin Naomi Klohn davon erfährt, dass ihre Heimatstadt ein Maskottchen sucht, ist ihr sofort klar: Der "Dicke Turm" muss es sein. Die 14-Jährige zeichnet einen Entwurf und gewinnt. Aus über 70 Ideen wurden vier Zeichnungen ausgewählt, darunter auch ihre. Aus diesen vier Entwürfen soll nun ein Maskottchen für Esslingen gestaltet werden.
Wahrzeichen "Dicker Turm" sehr beliebt
Fast 500 Jahre alt ist der "Dicke Turm". 1527 wurde er nachträglich zur Esslinger Burg dazu gebaut und ist dann schnell zum Liebling der Esslinger geworden. Auch Naomi hat eine besondere Beziehung zu dem alten Gemäuer. Nicht nur, dass sie ganz in der Nähe zur Schule geht und sich gerne auf der Burganlage aufhält, sie feiert auch bald im "Dicken Turm" mit ihrer Zwillingsschwester Konfirmation.
Malen ist schon immer Naomis Leidenschaft - und ein super Ausgleich zu ihrem anderen Hobby Fußball. Den "Dicken Turm" zu malen, war gar nicht so einfach. Zwei, drei Versuche habe sie gebraucht, bis die markanten Fenster und die Turmspitze wirklich so aussahen, wie sie es wollte. "Das war schon aufwendig," erzählt die Schülerin.
Großer Auftritt beim Esslinger Neujahrsempfang
Ihre Zwillingsschwester Romi wollte übrigens nicht mitmachen beim Wettbewerb. "Unsere Mutter hat mich auch gefragt, aber mir war gleich klar, dass das Naomis Ding ist." Wenn es um's Malen geht, feuert Romi ihre Schwester lieber an und fiebert mit - zum Beispiel beim Neujahrsempfang der Stadt Esslingen, als die Gewinner-Entwürfe präsentiert wurden.
Zwiebel, "Dicker Turm" oder ein Biber? Vor Stadtjubiläum: Esslingen sucht ein Maskottchen
1250 Jahre Esslingen am Neckar in 2027. Das will die Stadt mit einem Maskottchen feiern. Aber was eignet sich am besten? Hier waren die Bürger gefragt - und sie haben sich eifrig beteiligt.
Naomi bekommt vor 900 Menschen eine Urkunde für ihren "Turmi" überreicht. Große Aufregung? Fehlanzeige. "Auf einer Skala von null bis zehn eine sieben", sagt die 14-Jährige cool. Mutter Cornelia Klohn geht es da schon anders: "Ich war tatsächlich den ganzen Tag aufgeregter als Naomi." Am Ende habe die Tochter die Mutter beruhigt.
Ein Plüschtier für kleine Kinder wäre auch toll.
Maskottchen: Studenten für Kostüm gesucht
Auf der großen Bühne darf Naomi auch erklären, was sie sich überlegt hat bei ihrer Maskottchen-Zeichnung und der späteren Ausgestaltung. "Ein Plüschtier für kleine Kinder wäre auch toll", sagt sie. Plüschtier, Caps, Tassen oder Stoffbeutel mit dem neuen Maskottchen, all das könnte sich die Stadt gut vorstellen.
Im Mittelpunkt soll jedoch das Maskottchen stehen. Schon jetzt sucht die Stadt nach Studentinnen und Studenten, die im Jubiläumsjahr in das Kostüm schlüpfen und als "Turmi" Veranstaltungen begleiten wollen. Würde Naomi das Kostüm auch anziehen? "Warum nicht", sagt die Schülerin. "Könnte doch lustig sein."