Die Schüsse in einer Gaststätte in Göppingen am 28. Januar könnten mit einer Rachefehde zwischen türkisch-kurdischstämmigen Familien aus Nordrhein-Westfalen zusammenhängen. So der aktuelle Ermittlungsstand, den die zuständige Staatsanwaltschaft Ulm dem SWR auf Nachfrage bestätigte. Es gebe Bezüge zu bundesweiten Taten, sagte ein Sprecher.
Bei dem Vorfall in der Göppinger Gaststätte war niemand verletzt worden, obwohl sich dort mehrere Menschen aufhielten. Die Kriminalpolizei ermittelt zu dem Fall mit der sogenannten Sonderkommission "Dubai". Ein Endergebnis der Ermittlungen steht laut Staatsanwaltschaft noch nicht fest.
Tatverdächtiger ist flüchtig Göppingen: Erneut Schüsse in einer Gaststätte
Immer wieder fallen in Göppingen Schüsse, zuletzt Mitte des Monats. Nun griff am Mittwochabend in der Innenstadt ein Mann zur Waffe. Die Polizei bittet um Hinweise.
Schüsse in Gaststätte: Mehrere Tatverdächtige festgenommen
Anfang März hatte die Polizei im Zusammenhang mit dem Vorfall mehrere Festnahmen gemeldet. Drei Männer, die bei den Schüssen beteiligt gewesen sein sollen, wurden im Großraum München festgenommen. Zwei von ihnen, ein 19-Jähriger und ein 21-Jähriger, sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Es besteht laut Polizei ein dringender Tatverdacht des gemeinschaftlichen versuchten Mordes und des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Der 52 Jahre alte dritte Mann wurde unter Auflagen wieder freigelassen.
Auch in Hannover wurde ein Tatverdächtiger verhaftet. Der 20-Jährige soll ebenfalls an den Schüssen in Göppingen beteiligt gewesen sein, er sitzt nun in Untersuchungshaft.
Außerdem ist seit dem 16. Februar ein 15-Jähriger in Untersuchungshaft, der aus der Gaststätte heraus auf die fliehenden Täter geschossen haben soll. Gegen den Jugendlichen, der eigentlich in der Schweiz wohnt, besteht der Tatverdacht des versuchten Totschlags.
86 Personen in Haft - insgesamt 126 Jahre Haft Schuss-Serie Stuttgart: Hat Druck von Polizei und Justiz die Lage beruhigt?
Zwei Jahre lang haben sich zwei Gruppen im Raum Stuttgart gegenseitig attackiert, oft wurde geschossen. Nun hat sich die Lage beruhigt. Polizei und LKA sehen das als Erfolg ihrer Arbeit.
Schüsse in Göppingen im Januar hängen nicht zusammen
Wie die Staatsanwaltschaft Ulm weiter mitteilte, hat der Schuss-Vorfall vom 28. Januar aber nichts mit den Schüssen auf eine Göppinger Bäckerei zu tun, die ein paar Tage zuvor am 18. Januar gefallen waren. Dazu sitzt ein 33 Jahre alter Tatverdächtiger mittlerweile wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Er war einen Tag vor dem zweiten Schusswechsel im Raum Stuttgart festgenommen worden. Generell gebe es bisher keine Verbidung zur Schuss-Serie im Raum Stuttgart, so die Ermittler.
Verdächtiger mehrfach vorbestraft Mordversuch mit Kriegswaffe? Anklage nach Schüssen in Göppingen
Im Mai soll ein 34-Jähriger nahe einer Asylbewerberunterkunft in Göppingen mit einer Maschinenpistole um sich geschossen haben. Die Staatsanwaltschaft Ulm hat jetzt Anklage erhoben.
Immer wieder Schüsse in Göppingen
In Göppingen ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Schüssen gekommen. 2024 wurden in einer Göppinger Bar ein Mann getötet und zwei weitere schwer verletzt. Für die Tat mit einer Maschinenpistole wurde ein 18-Jähriger im vergangenen Jahr zu einer Haftstrafe verurteilt.