Blüte zum Unfallzeitpunkt

Nach Raserunfall in Ludwigsburg: Stadt will Baum für Opfer pflanzen

Im März sind zwei Frauen bei einem mutmaßlichen Autorennen in Ludwigsburg ums Leben gekommen. Der Baum an der Unfallstelle ist jetzt gefällt worden. Warum - und was kommt dann?

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Von Autor/in Susanne Kurz

Nach dem tödlichen Unfall in Ludwigsburg soll an der Unfallstelle ein neuer Baum gepflanzt werden. Mit der Wahl der Baumart will die Stadtverwaltung Ludwigsburg an die unschuldigen Opfer erinnern. Bei dem Unfall im März waren zwei Frauen in ihrem Auto von einem viel zu schnell fahrenden Fahrzeug erfasst worden. Beim Aufprall des Autos ist der Baum so schwer beschädigt worden, dass dieser vor kurzem gefällt werden musste.

Baum soll an Unfallopfer erinnern

Im Frühjahr soll ein neuer gepflanzt werden. Dazu hat sich die Stadtverwaltung Ludwigsburg gemeinsam mit den Angehörigen der Opfer viele Gedanken gemacht: Der neue Baum wird ein Erguvan sein, ein strauchartiger Baum, der landläufig Rotknospe genannt wird und aus der Türkei stammt. Die Blätter sind herzförmig, die Blüte ist rosa und üppig. Sie wird in dem Zeitraum blühen, als die beiden Frauen bei dem Unfall unschuldig zu Tode kamen.

Der Baum ist Ort der Erinnerung.

Der künftige Baum soll eine warmherzige Geste sein, in Gedenken an die türkischen Wurzeln der beiden Unfallopfer, so Bürgermeister Sebastian Mannl gegenüber dem SWR: "Der Baum ist Ort der Erinnerung. Er ist aber auch Symbol dafür, dass es weiter geht." Bereits bei der Beerdigung war der Stadtverwaltung der Zusammenhalt in Ludwigsburg über Konfessionen und Kulturen hinweg sehr wichtig. Der Baum wird dann im Frühjahr 2026 gemeinsam mit den Angehörigen gepflanzt werden.

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Susanne Kurz
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