Automobilbranche in der Krise

Zulieferer Swoboda schließt sein Werk in Schorndorf

Die nächste Hiobsbotschaft aus der Automobilindustrie: Der Hersteller für Autoteile Swoboda schließt seinen Standort in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis).

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Von Autor/in Ute Weber, Deborah Kölz

Der Automobilzulieferer Swoboda schließt sein Werk in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis). Mitte nächsten Jahres soll das dortige Vertriebs- und Entwicklungszentrum seinen Betrieb einstellen, teilte das Unternehmen mit. Demnach sind 140 Mitarbeiter betroffen. Grund für die Schließung seien der hohe Kostendruck und die damit sinkende Wettbewerbsfähigkeit.

Swoboda: Sozialverträgliche Lösungen für 140 Mitarbeiter

Gemeinsam mit dem Betriebsrat versucht das Unternehmen nun bis Mitte 2026 sozialverträgliche Lösungen für die Angestellten in Schorndorf zu finden. Darüber hinaus prüfe der Automobilzulieferer, ob ein Teil der Beschäftigten in andere Swoboda-Gruppen eingegliedert werden kann. "Dieser Schritt fällt uns außerordentlich schwer, ist jedoch notwendig, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten", sagte Matthias Groth, Eigentümer von Swoboda, laut Mitteilung. 

Das Sensorgeschäft, das in Schorndorf angesiedelt ist, soll auf andere Unternehmen der Swoboda-Gruppe verlagert werden. Und für die Kunden gebe es eine nahtlose Weiterbetreuung, so das Management. Trotz der geplanten Schließung in Schorndorf will Swoboda weiterhin in Deutschland präsent bleiben.

Namhafter Automobilzulieferer in Schorndorf

Swoboda entwickelt und produziert hochpräzise Teilstücke und Systeme für die Automobilindustrie. Das Familienunternehmen zählt nach eigenen Angaben seit Jahren zu den weltweit führenden Partnern in der Entwicklungs- und Systembranche. Das Unternehmen beschäftigt aktuell über 3.500 Mitarbeiter in sechs Ländern und erwirtschaftete 2024 mehr als 450 Millionen Euro Umsatz.

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Ute Weber
Ute Weber
Deborah Kölz
Deborah Kölz ist Redakteurin im SWR Studio Stuttgart.

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