Die Ermittlungen der Polizei mit ihrer Soko "Frost" sind hochkomplex: Es geht wohl um einen Streit in der Security-Branche, um versuchten Mord, Brandstiftung und wohl auch Korruption bei der Staatsanwaltschaft. Auch die Schüsse auf zwei Männer im April 2025 in Ludwigsburg liegen bei dieser Ermittlungsgruppe. In diesem Zusammenhang ist laut einer Mitteilung der Behörden ein mutmaßlicher Drahtzieher festgenommen worden.
Anstifter für Schüsse in Ludwigsburg?
Der 29-jährige Verdächtige sei bereits Anfang Mai von den türkischen Behörden in der Türkei festgenommen worden, wie Staatsanwaltschaft Stuttgart und Polizei Ludwigsburg am Dienstag mitteilten. Die Ermittler vermuten, dass der Mann der Anstifter für den versuchten Mord in der Ludwigsburger Oststadt war. Der 29-Jährige war international gesucht worden und war den Angaben zufolge eine der meistgesuchten Personen Europas.
Ermittlungen der "Soko Frost" Festnahmen nach Schüssen in Ludwigsburg
Die Ludwigsburger Polizei hat am Dienstag vier junge Männer festgenommen. Sie sollen im April gemeinschaftlich versucht haben, zwei andere Männer zu töten.
Verdächtiger soll Schlüsselfigur im Bereich Gewalt-Dienstleistungen sein
Er soll laut Staatsanwaltschaft und Polizei eine der Schlüsselfiguren in der von Europol geführten "Operational Taskforce Grimm" sein. Bei dieser Einsatzgruppe "Grimm" geht es laut Europol darum, das Phänomen "Gewalt als Dienstleistung" zu bekämpfen. Das bedeute, dass Gewalttaten an kriminelle Dienstleister ausgelagert werden. Dabei würden oft junge Täter angeworben, die dann Drohungen, Angriffe oder Tötungen ausführten.
Unterstützung bei Ermittlungen der Soko "Frost"
Die Ermittlungen im Komplex "Frost" dauerten weiter an, so Staatsanwaltschaft und Polizei. Ihre Arbeit wird von einem Netzwerk unterstützt, das von der EU finanziert ist und der italienischen Anti-Mafia-Behörde untersteht.