Nach langen Diskussionen in der Eigentümerfamilie hat der deutsche Laser-Produzent Trumpf aus Ditzingen (Kreis Ludwigsburg) die Grundlage für Geschäfte mit der Rüstungsindustrie geschaffen. Der Konzern betont allerdings, dass er seine Laser ausschließlich für Verteidigungswaffen zur Verfügung stellen will.
Trumpf könnte Laser für die Drohnenabwehr liefern
Konkret könnte das bedeuten: Trumpf liefert Laser an Rüstungsfirmen, die diese wiederum in Technik zur Drohnenabwehr einbauen. Das ist ein Beispiel für sogenannte defensive Verteidigungslösungen. Nur das und nichts anderes werde man potenziellen Kunden in Zukunft anbieten können, betonte ein Konzern-Sprecher.
Damit schließe Trumpf aus, dass seine Technologie in Waffen verbaut wird, die "gegen den Menschen gerichtet sind", wie es in einem Statement heißt. Lange Jahre hatte das Familienunternehmen in einem Gesellschaftsvertrag geregelt, nicht für militärische Zwecke zu produzieren.
Mittlerweile hätten sich die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen jedoch geändert, unter anderem mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. So genannte Dual-Use-Güter - also Produkte, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können - gehörten aber auch in der Vergangenheit schon zur Produktpalette von Trumpf.
Sinkende Umsätze bei Laser-Hersteller Trumpf
Die maue Konjunktur macht aktuell auch dem Ditzinger Unternehmen zu schaffen. Ende Mai kündigte Trumpf an, rund 1.000 Stellen streichen zu wollen. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 vermeldete der Laser-Spezialist einen Umsatzrückgang von 5,2 Milliarden Euro auf 4,3 Milliarden Euro. Der Auftragseingang bei Trumpf sei von 4,6 Milliarden Euro auf 4,2 Milliarden Euro gesunken.