Eigentlich sollten die Windräder im Windpark Königseiche (Kreis Göppingen) nach Angaben des Anlagenbetreibers Uhl Windkraft aus Ellwangen (Ostalbkreis) rechnerisch Strom für rund 5.000 Haushalte erzeugen. Seit März stehen sie allerdings still, weil ihr Getriebe zu laut gewesen ist. Die Bewohnerinnen und Bewohner hatten sich monatelang über einen Brummton beschwert. Besonders betroffen sei die Ortschaft Baiereck (Kreis Göppingen) gewesen, so die Bürgerinitiative Pro Schurwald.
Neues Getriebe - hoffentlich ohne Brummen
In Zukunft sollen die Windräder wieder laufen - diesmal hoffentlich ohne den ursprünglichen Brummton. Wie das Landratsamt Göppingen auf SWR-Anfrage mitteilte, ist das Getriebe beim ersten Windrad in den vergangenen Tagen getauscht worden. Beim zweiten soll es voraussichtlich Anfang August ersetzt werden.
40 Tonnen schwer ist das neue Getriebe, das in über 150 Metern Höhe angebracht wurde. Das alte und laute Getriebe wog 32 Tonnen. Experten hoffen, dass die Anlage durch das zusätzliche Gewicht leiser sein wird.
Unabhängige Stelle soll Lautstärke der Windräder messen
Anschließend werde getestet, ob das laute Brummen weg ist. Eine unabhängige Messstelle soll bei geeigneten Windrichtungen bzw -stärken die schalltechnischen Tests durchführen, heißt es vom Umweltschutzamt im Landkreis Göppingen. Der Testbetrieb soll voraussichtlich tagsüber beginnen, um eine kurze Einlaufphase der Getriebe zu ermöglichen. Der Test vom ersten Getriebe werde demnach wohl noch in dieser Woche stattfinden.
Dann soll die Auffälligkeitsmessung auch in den Nachtstunden erfolgen, um Fremdgeräusche zu minimieren, so das Landratsamt. Erst wenn die Ergebnisse zufriedenstellend sind, würden die Windräder wieder in Betrieb gehen. Während der Auswertung stehen die Anlagen still.
Windräder erst im Dezember in Betrieb genommen
Die zwei Windräder im Windpark Königseiche bei Baiereck auf der Gemarkung Ebersbach waren erst im Dezember in Betrieb genommen worden. Danach häuften sich allerdings die Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern: Die Anlage sei viel zu laut. Die Rotorblätter der Windräder erzeugten ein permanentes Brummen.
Anwohner hatten sich beschwert Kreis Göppingen: Windräder im Schurwald wegen Brummen außer Betrieb
Zwei Windräder wurden erst im Dezember in Betrieb genommen. Doch seit Wochen stehen sie still - wegen Beschwerden.
Experten des Anlagenherstellers Nordex aus Hamburg und des Anlagenbetreibers Uhl Windkraft aus Ellwangen gingen in den Maschinenhäusern hoch über dem Schurwald auf die Suche und machten das Getriebe als Brummton-Quelle aus. Mitte Februar wurde dann zunächst der Nachtbetrieb eingestellt, so das Landratsamt. Seit Anfang März stehen beide Windräder bis auf einige Testläufe ganz still.