Mit deutlich weniger Einnahmen aus Kirchensteuern muss die Erzdiözese Freiburg im nächsten Jahr auskommen. Trotzdem setzen die Verantwortlichen mit ihrem neuen Haushaltsplan weiterhin auf Seelsorge, Bildungsarbeit und investieren auch in den Umweltschutz.
65 Millionen Euro Kirchensteuern weniger
Am Wochenende hat die Kirchensteuervertretung der Freiburger Erzdiözese, eine der größten Diözesen der Katholischen Kirche in Deutschland, den Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet. Spürbar weniger, nämlich nur 521 Millionen statt wie in diesem Jahr 586 Millionen Euro erwartet die Erzdiözese an Kirchensteuern. Und das im ersten Haushalt für die neue Pfarreistruktur.
Der Rückgang an Kirchensteuereinnahmen sei "Ausdruck langfristiger Entwicklungen", schreibt die Erzdiözese in einer Mitteilung. Sinkende Mitgliederzahlen und gesellschaftliche Trends würden eine Rolle spielen. Aber auch die "prognostizierte Wirtschaftsentwicklung" trage zum Rückgang der Einnahmen bei.
Geld für Seelsorge, Bildung und Umweltschutz
Ein wesentlicher Teil des neuen Haushalts fließe direkt in die kirchliche Arbeit vor Ort, heißt es von der Erzdiözese. Finanziell gestärkt würden damit weiterhin seelsorgerische, pastorale Grunddienste und die kirchliche Präsenz vor Ort.
Viel Geld soll auch in die Bildung, etwa in Schulen oder Hochschulen fließen. Und auch die Photovoltaik-Offensive ist im Haushalt 2026 berücksichtigt. Insgesamt bleibt der größte Ausgabenblock der Erzdiözese Freiburg der Personalbereich mit 263 Millionen Euro.
Erzdiözese rechnet für 2027 mit leicht steigenden Einnahmen
Mittelfristig rechnet die Erzdiözese mit moderat steigenden Erträgen - etwa für 2027 mit 527 Millionen Euro Kirchensteuer. Doch diese Zuwächse würden nicht ausreichen, "um die strukturellen Einnahmerückgänge vollständig aufzufangen", so die Erzdiözese.