Am Mittwochabend haben sich rund 300 Menschen in Schramberg im Kreis Rottweil versammelt, um der Opfer des tragischen Lkw-Unfalls zu gedenken. Eine 29-jährige Mutter und ihr dreijähriger Sohn hatten bei dem Unglück vergangene Woche ihr Leben verloren. Die Anteilnahme in der Stadt war groß. Viele der Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, an der Unfallstelle Blumen und Kerzen niederzulegen.
Die Gedenkfeier wurde von Geistlichen der katholischen und der evangelischen Kirche sowie einem muslimischen Imam begleitet. Sie sprachen bewegende Worte des Trostes. Die Oberbürgermeisterin von Schramberg, Dorothee Eisenlohr (parteilos), hatte sichtlich mit den Tränen zu kämpfen. Sie hoffe, dass die Familie der Opfer viel Kraft aus diesem gemeinsamen Gedenken schöpften und sagte: "Wir werden die beiden nie vergessen."
Familie der Getöteten bedankt sich für Anteilnahme
Eine Freundin der Familie der Opfer sowie die Schwester der Getöteten bedankten sich für die große Anteilnahme der Bevölkerung. Sie würdigten auch nochmals die Arbeit der Rettungskräfte und der Polizei, die trotz ihres schnellen Einsatzes das Leben der Mutter und ihres Sohnes nicht mehr retten konnten.
Nach bisherigen Erkenntnissen war der Unfall durch medizinische Probleme des 53-jährigen Lkw-Fahrers ausgelöst worden. Der Lastwagen war von der Straße abgekommen und gegen eine Hauswand geprallt. Während die Mutter und ihr Sohn bei dem Unfall ums Leben kamen, überlebte die Zwillingsschwester des Jungen im Kinderwagen das Unglück.