Ein oder mehrere Täter haben am Wochenende in Tübingen falsche Strafzettel auf einem großen Parkplatz verteilt. Eine Autofahrerin schaute sich das Knöllchen genau an und wurde skeptisch. Denn der geforderte Bußgeldbetrag von 40 Euro sollte auf ein ausländisches Konto überwiesen werden. Außerdem fehlte die Angabe einer zuständigen Behörde.
Weitere gefälschte Strafzettel
Die 53-jährige Frau informierte daraufhin die Polizei. Die fand weitere falsche Strafzettel auf dem Parkplatz am Rande der Innenstadt. Später tauchten in einer anderen Straße in der Nähe des Zentrums elf weitere Fälle auf. Die Polizei rät, genau hinzusehen, bevor man Geld überweist.
Die Stadt Tübingen warnt nun offiziell vor den gefälschten Strafzetteln. Diese seien unter anderem daran zu erkennen, dass keine ausstellende Behörde genannt ist, eine falsche Internetadresse angegeben wird und zur Zahlung auf ein ausländisches Konto aufgefordert wird.
So sehen echte Strafzettel der Stadt Tübingen aus
Echte Strafzettel der Stadt Tübingen sind kleine weiße Zettel aus Papier mit dem städtischen Logo links oben und einem roten Balken darunter. Auf der Rückseite gibt es einen QR-Code und eine Kennung. Mit dieser Kennung können Betroffene ihr Verwarnungsgeld auch online bezahlen, erklärt Kevin Krammer vom Kommunalen Ordnungs- und Vollzugsdienst. Das sei freiwillig.
Personen, die Zweifel an der Echtheit des Strafzettels haben, können diesen auch ignorieren. Nach etwa zwei Wochen erhalten sie automatisch ein Schreiben mit der Festsetzung des Verwarngeldes per Post
Was Betroffene jetzt tun können
Wer unsicher ist, ob ein Strafzettel echt ist, kann das überprüfen lassen: per E-Mail an polizeibehoerde@tuebingen.de oder telefonisch unter 07071 204 3600. Wer einen gefälschten Strafzettel erhalten hat, soll sich beim Polizeirevier Tübingen unter der Telefonnummer 07071 972 1400 melden.