Die Gemeinderäte von Reutlingen und der beteiligten Gemeinden im Echaztal haben einer Bewerbung für die Bundesgartenschau 2039 zugestimmt. Neben Reutlingen sind noch Pfullingen, Kirchentellinsfurt, Lichtenstein, Eningen unter Achalm und Wannweil dabei.
Bundesgartenschau kostet viel - Förderung aber hoch
Laut einer Machbarkeitsstudie müsste Reutlingen mit Investitionen in Höhe von 73 Millionen Euro rechnen. Auf die Stadt Pfullingen kämen Kosten in Höhe von 33 Millionen Euro zu. Allerdings gibt es Förderungen von Land und Bund - ähnlich wie bei früheren Schauen. Das Land hat Reutlingen ähnlich hohe Zuschüsse zugesagt wie bei der Bundesgartenschau in Mannheim 2023. In der Regel übernehmen Land und Bund 30 bis 50 Prozent der Kosten. Handel, Gewerbe, Hotel- und Gaststättenbetriebe erhoffen sich Mehreinnahmen durch die Bundesgartenschau.
Ungewöhnliche Ideen für die Gartenschau Surfen auf der Echaz? Reutlingen bewirbt sich für BUGA 2039
Surfwelle, Seilbahn, viel Grün: Reutlingen bewirbt sich für die BUGA 2039. Die Pläne sind ambitioniert - entschieden ist aber noch nichts.
Idee für Bundesgartenschau in Reutlingen bereits 2019
Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck (SPD) hatte nach eigenen Angaben die Idee für eine Bundesgartenschau in Reutlingen. Der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mit Sitz in Bonn wurde Interesse signalisiert. Die hat Reutlingen ein Exklusivrecht für die Bewerbung zur Bundesgartenschau 2039 eingeräumt. Dass es nur einen Bewerber gibt, ist inzwischen üblich - also nicht so wie beim Bewerbungsverfahren für Olympische Spiele.
Die Bundesgartenschau ist ein gewaltiges Infrastrukturprogramm für die Stadt und die ganze Region.
Gemeinderäte müssen der Bundesgartenschau-Bewerbung zustimmen
Voraussetzung für eine Bewerbung ist eine Mehrheit im Gemeinderat oder in den Räten der beteiligten Kommunen. Danach wird eine Machbarkeitsstudie verlangt. Die hat Reutlingen schon gemacht - mit positivem Ergebnis. Im kommenden Jahr wird sich die Bundesgartenschau-Gesellschaft einen Eindruck vor Ort verschaffen. Fällt der auch positiv aus, dann ist die Bundesgartenschau 2039 in Reutlingen so gut wie sicher.
Bundesgartenschau in Reutlingen mit Surfwelle und Seilbahn
Die Pläne für die Attraktionen bei der Bundesgartenschau 2039 sind schon weit gediehen. An der Echaz soll es eine Surfwelle geben, ähnlich wie in München. Dazu eine Seilbahn vom Parkhaus im Westen der Stadt zu einer der größten Grünflächen der Schau. Ein gut ausgebautes Radwegnetz soll die Attraktionen miteinander verbinden. Das Mobilitätskonzept basiert außerdem auf der Regionalstadtbahn Neckar-Alb. Sie soll frühestens 2034 in Betrieb gehen. 1,75 Millionen Menschen sollen die Bundesgartenschau besuchen, so die Machbarkeitsstudie.