Spielerisch Werte lernen

Kleine Kicker, große Helden: Das Fußballcamp in Dietersweiler

Vier Tage Fußball und Fairplay: Beim "Heldenkicker"-Ferienlager in Freudenstadt-Dietersweiler geht es um mehr als nur um Tore. Dort sind gegenseitiger Respekt und Teamgeist gefragt.

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Von Autor/in Tobias Rotzinger

Teamgeist, Respekt, Fairplay: Im Heldenkicker-Fußballcamp in Freudenstadt-Dietersweiler lernen Kids spielerisch Werte - und haben dabei jede Menge Spaß am Spiel.

Solidarität statt Streit: Soziale Fähigkeiten in Dietersweiler

Streit auf dem Spielfeld oder Nervosität vor dem Anpfiff - das gehörte bei Leandro und seinen Freunden früher einfach zum Fußballspielen dazu. Heute ist das anders: Die 13-Jährigen sind inzwischen echte "Helden".

Beim Training auf dem Sportplatz feuern sich die Freunde jetzt gegenseitig an. Und lachen miteinander, auch wenn mal ein Schuss daneben geht. Die Veränderung kam mit dem Projekt "Heldenkicker": In dem Fußball-Ferienlager werden Kinder und Jugendliche von fünf bis 15 Jahren von ausgebildeten Trainerinnen und Trainern in ihrer Entwicklung unterstützt.

Ein Mann lacht einem von hinten zu sehenden Reporter, der ihm ein SWR-Mikrofon entgegen streckt, ins Gesicht.
Daniel Ruoff, Sonderpädagoge und ausgebildeter Fußballtrainer, spricht über die Gründung seiner Fußballschule und das dahinterstehende Konzept.

Fußballcamp in Dietersweiler will aus Kids "Helden" machen

"Fußball ist letzten Endes ein Kontaktsport, wo es immer wieder auch Reibereien geben muss", meint Daniel Ruoff. Der Sonderpädagoge und ausgebildete Fußballtrainer hat die Fußballschule "Heldenkicker" im Herbst 2020 ins Leben gerufen. Gerade in Streitsituationen könne man reingehen und soziales Verhalten vorleben und mit den Kindern erarbeiten, so Ruoff.

Gerade, wenn es Reibereien gibt, kann man soziales Verhalten vorleben und mit den Kindern erarbeiten.

Als begeisterter Fußballspieler will er jungen "Helden", wie er sie nennt, nicht nur technische Fähigkeiten am Ball vermitteln, sondern auch wichtige soziale Werte auf spielerische Art fördern. Ruoff begleitet viele von ihnen durch eine ganz persönliche Weiterentwicklung. Das mitzuerleben, berühre ihn sehr.

Junge Fußballfans: Spaß steht im Vordergrund

In Gruppen arbeiten die "Helden" an verschiedenen Stationen an ihren fußballerischen Fähigkeiten - angeleitet von Fußballtrainerinnen und -trainern, Sportstudierenden und Sportpädagoginnen und -pädagogen. Als Abschluss des Camps bekommen alle Kinder unabhängig von ihren Fähigkeiten eine eigene Heldenurkunde.

Auf dem Fußballfeld bekommt der fußballbegeisterte Leandro den Ball zugespielt und schießt ein Tor. Die Kinder jubeln und feiern ihren Treffer. "Wenn wir so ein schönes Tor herausspielen, dann ist das schon etwas besonderes", sagt Teamkollege Oscar, dann umdribbelt er die aufgestellten orangenen Hütchen.

Bei dem Fußballcamp Heldenkicker trainieren zwei Kinder Tore zu schießen
Bei dem Fußballcamp trainieren zwei Kinder, Tore zu schießen

Viele der in diesem Jahr 80 Kinder und Jugendlichen sind schon seit einigen Jahren mit dabei. "Mir gefällt, dass wir einfach Spaß haben können - als Mannschaft", erzählt Leandro. Auch Johannes ist gern dabei: "Den halben Tag mit meinen Freunden zu kicken, das macht einfach Spaß", schwärmt er und nimmt er einen Schluck aus seiner Trinkflasche. Dann geht es wieder weiter mit dem Training.

Vom Kicker zum Heldentrainer

Die Fußballschule begleitet Kinder bis zu einem Alter von 15 Jahren. Doch damit endet das Training nicht unbedingt: Jugendliche haben dann die Möglichkeit, selbst in die Rolle eines Trainers oder einer Trainerin zu schlüpfen und jüngeren Kindern Fußball und Fairplay näherzubringen.

Die Kinder und Jugendlichen des Heldenkicker-Fußballcamps posieren mit Maskottchen Raccoon auf dem Platz.
Am Ende des Trainingstags posieren alle Kinder und Jugendliche für ein Gruppenfoto auf dem Fußballplatz – mit dabei das Heldenkicker-Maskottchen Raccoon.

Ob auch Kicker Leandro später als Trainer arbeiten wird, ist noch offen. Fest steht aber für ihn: Zum geplanten Sommercamp will er auf jeden Fall wiederkommen.

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Tobias Rotzinger

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