Im März sind laut Kraftfahrt-Bundesamt in Deutschland knapp 300.000 Autos neu zugelassen worden - rund 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Fast 71.000 davon waren Elektroautos, ein Plus von 66 Prozent. Damit haben E-Autos etwa ein Viertel aller Neuzulassungen ausgemacht. Insgesamt ist der Absatz im ersten Quartal 2026 um 5,6 Prozent gestiegen. Besonders gefragt sind SUVs, aber auch kompakte Modelle und Kleinwagen.
Hohe Nachfrage nach E-Autos, kaum Interesse an Verbrennern
Im Autohaus von Gerd Krug in Albstadt-Tailfingen hat sich dieser Trend deutlich gezeigt. "Sobald ein neuer Elektro abgeladen wird, ist er ruckzuck auch wieder verkauft", berichtet der Händler. Die hohen Spritpreise hätten direkte Auswirkungen: Die Nachfrage nach klassischen Verbrennern sei "gleich null". Viele Kundinnen und Kunden hätten sich bewusst für ein Elektroauto entschieden - auch wegen geringerer Wartungskosten. "Ölwechsel oder Zündkerzen fallen beim Elektroauto komplett weg", so Krug.
ADAC: Teuerster Diesel-Monat überhaupt
Ein wichtiger Treiber sind die gestiegenen Kosten fürs Tanken: Laut ADAC ist der März der teuerste Diesel-Monat überhaupt gewesen. Gleichzeitig haben Hersteller und Händler ihre Rabatte auf E-Autos zuletzt etwas reduziert. Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer erklärt, dass die hohe Nachfrage und staatliche Förderung die Preise stabilisieren. Seine Einschätzung: Elektroautos gewinnen weiter Marktanteile, ein Anteil von rund 25 Prozent bis Jahresende gilt als realistisch.
E-Mobilität im Alltag: Effizienz, Ladepreise und Herausforderungen fürs Stromnetz
Der Boom bringt jedoch auch neue Fragen mit sich. Kleine Elektroautos sind besonders effizient, weil sie weniger Energie verbrauchen. Gleichzeitig kann Laden - etwa an Schnellladesäulen - ähnlich teuer sein wie Tanken. Gernot Schullerus von der Hochschule Reutlingen erklärt, dass Stromnetze an ihre Grenzen kommen könnten, wenn viele Fahrzeuge gleichzeitig laden. Klar ist dennoch: Der Trend zur Elektromobilität hat sich verstärkt.