Narren und Närrinnen in Tuttlingen dürfen diese Fasnet kein Konfetti werfen. Das hat die Stadt beschlossen. Es sei zu aufwendig, die Straßen nach dem Umzug vom Konfetti zu befreien.
Verbot an Fasnet: Konfetti macht zu viel Dreck
Konfetti mache zu viel Dreck auf den Straßen. Das hat die Stadt Tuttlingen entschieden. Deshalb müssen die Tuttlinger Narren in diesem Jahr die Fasnet ohne Konfetti feiern, zum ersten Mal. Viele Narrenvereine bedauern die Entscheidung der Stadt. Für sie gehört Konfetti zur Fasnet dazu.
Sonja Vogler ist Vorsitzende des Narrenvereins Honberger in Tuttlingen. Auch sie ist nicht begeistert von dem Verbot und versteht die Enttäuschung der Narren, wie sie dem SWR und auch der Schwäbischen Zeitung gesagt hat.
Vor allem unsere Tuttlinger Hexenvereine laufen bei uns Sturm und sagen: Hallo, Konfetti gehört bei uns dazu!
Ordnungsamt wird Konfetti-Verbot kontrollieren
Laut Stadtsprecher Arno Specht sind die Straßen in den letzten Jahren nach der Fasnet immer dreckiger geworden. Die Narren werfen nicht nur Konfetti, sondern auch Stroh und Federn. Das macht unverhältnismäßig viel Dreck auf den Straßen, so Specht. Der Bauhof sei die letzten Jahre sehr lang damit beschäftigt gewesen, nach dem Umzug aufzuräumen.
Dieses Jahr möchte die Stadt mit dem Ordnungsdienst kontrollieren, ob sich die Narren an das Konfettiverbot halten. Liegt nach dem Umzug viel Konfetti auf den Straßen, droht den Tuttlinger Narrenvereinen eine hohe Rechnung.
Konfetti-Verbot: Viele Menschen vor Ort haben Verständnis
In Tuttlingen reagieren viele Menschen mit Verständnis auf das Verbot. Eine Frau sagt, sie sei selbst Närrin und wisse, wie schrecklich es sei, das ganze Jahr noch Reste vom Konfetti in Auto und Wohnung zu finden. Außerdem sei Konfetti im Nacken sehr unangenehm, so eine andere Frau.
Weitere Passanten weisen darauf hin, dass Konfetti schlecht für Umwelt und Tiere sei und freuen sich über das Verbot. Eine Fußgängerin sagt aber, jeder solle machen was er wolle, sie verstehe das Konfettiverbot nicht.