Am Sonntag hat sich der Reutlinger Marktplatz in eine sportliche Arena verwandelt: Ein ehrgeiziger Weltrekordversuch im Tischtennis-Rundlauf – auch bekannt als "Mäxle" – stand an. Ziel ist es, den Rekord in dieser beliebten Freizeitdisziplin nach Reutlingen zu holen. Doch dafür hat es die Unterstützung der Bevölkerung gebraucht: 555 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden benötigt, um den Rekord zu knacken. Die aktuelle Bestmarke beim "Mäxle" liegt derzeit bei 554 Spielern in Laupheim.
So funktioniert der Weltrekordversuch
Im Zentrum des Marktplatzes wurde eine Tischtennisplatte aufgebaut, an der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer Reihe aufstellen konnten. Wer den Ball gespielt hat, galt automatisch als Teilnehmer – unabhängig davon, ob der Ballwechsel gelang oder nicht. Wurde der Ball regelkonform gespielt, reihte sich der Spieler oder die Spielerin auf der gegenüberliegenden Seite der Platte wieder ein. Misslang der Schlag, schied die Person aus. Gespielt wurde so lange, bis es einen Gewinner gab.
Mitmachen konnte jeder, der Lust hatte – egal ob Anfänger oder Profi. Auch das Alter spielte keine Rolle, jung und alt waren willkommen. Schläger konnten die Teilnehmer mitbringen. Wer keinen dabei hatte, konnte einen vor Ort gewinnen oder bekam einen von den Organisatoren. So konnten auch spontan Menschen problemlos einsteigen.
Helferinnen und Schiedsrichter kontrollierten genau den Ablauf, damit auch niemand nach dem Ausscheiden sich erneut anstellen konnte. Jeder der mitmachte, bekam eine Startnummer, die er oder sie offen getragen hat.
Ein Event für die ganze Stadt
Die Veranstalter hofften, mit diesem sportlichen Großereignis nicht nur den Weltrekord zu brechen, sondern auch die Reutlinger Innenstadt zu beleben. "Wir wollen die Menschen zusammenbringen und gleichzeitig zeigen, wie viel Spaß Tischtennis machen kann", Soufiane Behar, einer der Initiatoren.
Ob es am Ende gereicht hat, muss im Laufe der nächsten Woche noch ausgewertet werden, die Stimmung auf dem Reutlinger Marktplatz war aber schon rekordverdächtig. Schiedsrichter, Christian Tomšić, und Initiator, Soufiane Behar, sind sich jetzt schon sicher, dass sie es in Guinness-Buch der Rekorde geschafft haben.