Ab Juli wird die B27 bei Ofterdingen (Kreis Tübingen) und bei Balingen (Zollernalbkreis) saniert. Drei Monate lang müssen Autofahrer dort auf dürftige Umfahrungsmöglichkeiten ausweichen. Der Stau ist also vorprogrammiert. Das ist auch dem dafür zuständigen Regierungspräsidium Tübingen bewusst.
Bei Erhaltungsmaßnahmen an hochbelasteten Bundesstraßen kommt es leider naturgemäß zu Engpässen.
Um diese Abschnitte der B27 geht es
Konkret geht es auf der Bundesstraße 27 um die Anschlussstelle Bodelshausen bis zum Ortseingang Ofterdingen sowie um Balingen-Endingen bis zur Anschlussstelle Balingen-Nord. Dort wird jeweils die Fahrbahndecke erneuert. Laut Regierungspräsidium wird die Bundesstraße teilweise halbseitig gesperrt. In mehrspurigen Bereichen werde abschnittsweise nur ein Fahrstreifen für den Verkehr geöffnet.
Im Bereich von Ofterdingen wird es während der drei Monate eine voraussichtlich nervenaufreibende Umleitung für Pendler und Anwohner geben - insbesondere in Fahrtrichtung Hechingen. Dort wird der Verkehr nämlich nach Rottenburg-Dettingen, Rottenburg-Hemmendorf, Bodelshausen und dann zurück auf die B27 umgeleitet.
Belastungsprobe für Bodelshausen
Allein die Umleitungsstrecke bis Bodelshausen dauert knapp 20 Minuten und damit doppelt so lang wie gewöhnlich. Hinzu kommt, dass wenn tausende Autofahrer täglich durch die kleinen Orte fahren, mit Stau zu rechnen ist, sagt der Bodelshäuser Bürgermeister Florian King (parteilos). Es dürfte also noch einiges an Zeit hinzukommen. Und auf Bodelshausen und seine Bewohner könnte eine echte Belastungsprobe zukommen.
Der Verkehr in unserem Ort könnte sich verdoppeln oder sogar verdreifachen.
Es hätte auch eine kürzere Variante für eine Umleitung gegeben: die Gemeindeverbindungsstraße von Ofterdingen nach Bodelshausen. Die aber, meint Bürgermeister King, hätte dem starken Verkehr nicht standgehalten. Die ist sehr klein und auf so viel Verkehr nicht ausgelegt. Schäden müsste dann Ofterdingen zahlen. Deswegen hat Ofterdingen die Schließung der Gemeindeverbindungsstraße im gleichen Zeitraum beantragt.
Heftiger Stau bei Anschlussstelle Balingen-Süd erwartet
Den heftigsten Stau erwartet das Tübinger Regierungspräsidium allerdings bei der Anschlussstelle Balingen-Süd. Denn zwischen Balingen-Endingen und Balingen-Süd wird die B27 von Juli bis Anfang August vollgesperrt. Dann wird der Verkehr in einem großen Bogen nach Balingen-Weilstetten, über Dotternhausen und zurück auf die B27 umgeleitet. Oder - je nach Bauphase - andersherum.
Regierungspräsidium Tübingen: Dreimonatige Sperrung nötig
Die Arbeiten der Fahrbahndecken-Erneuerung seien umfangreich, so das Regierungspräsidium Tübingen. Insgesamt sind sechs Bauabschnitte geplant. Daher seien die Sperrungen und Umleitungen im Zeitraum von rund drei Monaten zwingend notwendig. Die Fahrbahndecken-Erneuerung stehe in keinem Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau der B27 zwischen Bodelshausen und Nehren, heißt es auf SWR-Nachfrage.