Die Stadtwerke Metzingen (Kreis Reutlingen) haben über 40 Bäume auf einer Streuobstwiese am Bongertwasen fällen lassen. Dort soll ein Ganzjahresbad entstehen. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) übt heftige Kritik an der Aktion.
BUND hat direkt Widerspruch angekündigt
Am Mittwoch war bei der Stadt Metzingen die Genehmigung von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt eingegangen: Über 40 Bäume durfte die Stadt auf dem Gelände des künftigen Ganzjahresbads fällen lassen.
Das sei dann auch innerhalb weniger Minuten passiert, so die Stadt. Allerdings hatte die Untere Naturschutzbehörde im Zuge der Genehmigung die Stadt bereits informiert, dass der BUND Widerspruch einlegen werde. Der ging kurze Zeit später bei der Unteren Naturschutzbehörde ein.
Die E-Mail mit dem Widerspruch ging laut BUND auch an die Stadt und die Stadtwerke in Kopie. Bis die Behörde die Stadt und die Stadtwerke dann aber eine Stunde später über den offiziell eingelegten Widerspruch informierte, waren die Bäume bereits gefällt.
Stadt sieht sich im Recht - BUND ist entsetzt
Gestritten wird nun darüber, wann die Stadt tatsächlich von dem Widerspruch des BUND erfahren hat. Der BUND bezeichnet das Vorgehen der Stadt in seiner Pressemitteilung als "skrupellos". Die Naturschutzorganisation verlangt nun Aufklärung von der Stadt und hat Anzeige erstattet.
Laut der Pressesprecherin der Stadt ist alles rechtens abgelaufen. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen. Wegen des Widerspruchs darf auf dem Gelände vorerst nicht weitergearbeitet werden.