Jesuskind aus handbemalten Steinen

Mitten im Wald, zwischen Ruinen: die Weihnachtskrippe Welschenberg

Was für eine Krippe: gemacht aus Pfullendorfer Steinen und versteckt im Wald bei Mühlheim an der Donau. Umgeben ist sie von Ruinen. Was steckt dahinter?

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Von Autor/in Lisamarie Haas Baum

Wer die versteckte Weihnachtskrippe erreichen will, muss sich zu Fuß auf den Weg machen. Sie liegt in der Ruine der ehemaligen barocken Wallfahrtskirche Maria Hilf auf dem Welschenberg (Kreis Tuttlingen). Unter freiem Himmel, umringt von massiven Mauerresten, liegt das Jesuskind auf Stroh gebettet. Das Jesuskind ist hier keine Puppe oder Holzfigur - es besteht aus zwei großen, bemalten Steinen. Drumherum ein Tannenbäumchen, ein Kreis aus Sternensteinen und viele Kerzen. Weitere Figuren gibt es nicht.

Die Wallfahrtskirche Maria Hill auf dem Welschenberg im Kreis Tuttlingen. Hier gibt es jetzt eine versteckte Weihnachtskrippe.
Zieht seit jeher Gläubige an und beherbergt jetzt auch eine kleine Krippe: Die Wallfahrtskirche Maria Hill auf dem Welschenberg (Kreis Tuttlingen).

Ein besonderer Ort ist das, den Krippenmacherin Verena Keller mit viel Liebe gestaltet hat. Die Konstanzerin hatte die Idee zur Krippe während der Corona-Zeit. Damals baute sie das steinerne Jesuskind auf einer Streuobstwiese auf. Aber der Platz in der ehemaligen Barockkirche gefiel ihr besser, das zweite Jahr in Folge steht die Krippe jetzt hier.

Steine über Schlaglöcher in Wald transportiert

Die Steine stammen aus dem Kieswerk in Pfullendorf, Verena Keller hat sie alle von Hand bemalt. "Es hat schon eine Weile gebraucht, die Steine über die Schlaglöcher hier her zu transportieren", erzählte Keller dem SWR. Die Krippe solle Freude bereiten, an Weihnachten erinnern und bewusst machen, dass Gott an jedem Ort dieser Erde gegenwärtig ist, so Keller - "auch in dieser Kirchenruine".

Verena Keller hat die versteckte Weihnachtskrippe mit viel Liebe gestaltet.
Verena Keller hat die Steine für die Krippe alle von Hand bemalt.

Die ehemalige Wallfahrtskirche zieht seit jeher Gläubige und Spaziergänger an. Mitte des 18. Jahrhunderts kamen pro Jahr rund 20.000 Pilger auf den Bergrücken zwischen Mühlheim und Fridingen an der Oberen Donau. Auch kurz vor Weihnachten sind einige Besucherinnen und Besucher hier her spaziert. Die Krippe habe für sie etwas Mystisches, erzählt eine Besucherin.

So reagieren Besucherinnen und Besucher auf die besondere Krippe im Wald:

Bis Lichtmess am 2. Februar 2026 ist die Krippe von Verena Keller in der Ruine aufgebaut. Man erreicht die Kirche über den Rundwanderweg Mühlheim-Bergsteig. Die Zufahrt mit dem Auto ist nicht gestattet.

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SWR Aktuell Baden-Württemberg SWR BW

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Autor/in
Lisamarie Haas Baum
Lisamarie Haas Baum ist Reporterin für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.
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Judith Hüwelmeier
Judith Hüwelmeier ist Reporterin für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.

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