Virologe wird ausgezeichnet

Preis für die "Rede des Jahres": Uni Tübingen zeichnet Virologe Drosten aus

Er war während der Corona-Pandemie einer der berühmtesten Deutschen. Nach wie vor setzt Christian Drosten sich für die Wissenschaft ein und bekommt nun einen Preis für einen Vortrag.

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Von Autor/in Christoph Wötzel

Das Institut für Rhetorik an der Universität Tübingen zeichnet am Donnerstag den Berliner Virologen Christian Drosten aus. Nach Ansicht des Seminars hat Drosten die "Rede des Jahres 2025" gehalten. Er habe in der Rede "Wissenschaft ist Freiheit und Pflicht" ein Plädoyer für eine engagierte Wissenschaft gehalten, so die Uni. Darin war ein Appell an die Wissenschaft, Freiheit und Demokratie nicht für selbstverständlich zu halten.

Drosten kritisiert fehlendes Bewusstsein für Fakten

In der Rede hat Drosten ein allgemein fehlendes Verständnis für Fakten in der Gesellschaft und in der Politik bemängelt. Für die Rhetoriker der Universität Tübingen spielt dabei auch die Form der Rede von Drosten eine große Rolle. Rhetoriker Olaf Kramer sagt: "Der Stil von Drosten ist sachlich und etwas zurückgenommen, aber gerade dadurch wirksam." Der Leiter der Virologie bei der Charité in Berlin füge sich nicht in "politisches Geschrei" ein, findet Kramer.

Prominente und besondere Preisträger

Christian Drosten ist nicht der erste prominente Preisträger der "Rede des Jahres" an der Universität Tübingen. Seit 1998 verleiht das Seminar für Rhetorik diese Auszeichnung. Die Rede des Jahres 2024 hat die gehörlose Bundestagsabgeordnete Heike Heubach (SPD) gehalten. 2023 ging die Auszeichnung an den damaligen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) für eine Rede über Israel und Antisemitismus. 2020 wurde die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für eine Ansprache zur Corona Pandemie geehrt.

Tübingen

Auszeichnung für erste gehörlose Bundestagsabgeordnete Heike Heubach Gebärdensprache im Bundestag: In Tübingen mit "Rede des Jahres 2024" ausgezeichnet

Die gehörlose Heike Heubach hat die "Rede des Jahres 2024" gehalten. So würdigt das Rhetorische Seminar der Uni Tübingen die erste Bundestagsrede in Gebärdensprache.

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